Landesjagdbericht

8000 Rothirsche in Niedersachsen geschossen

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Foto: Der Vorsitzende des Rotwild Rings Harz und Leiter der Geweihschau-Ausstellung, Dieter Holodynzki, blickt auf eine eine Schauwand mit zahlreichen Hirsch-Geweihen im Kurhaus in Bad Lauterberg (Niedersachsen).

Hannover - Soviele Rothirsche haben die Jäger in Niedersachsen schon lange nicht mehr geschossen. Über 8000 Tiere waren es im vergangenen Jagdjahr. Wachsen die Rotwildbestände – und warum?

Die Jäger haben in Niedersachsen so viele Rothirsche geschossen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Im zurückliegenden Jagdjahr 2013/2014 wurden landesweit genau 8238 Stück Rotwild erlegt. Das sind dem Landesjagdbericht zufolge 606 Stück mehr als im Vorjahr, was einem Zuwachs von acht Prozent entspricht. Damit halte der Trend steigender Rotwildstrecken an, berichtet die Landesjägerschaft.

Anfang der 1990er Jahre waren in Niedersachsen zuletzt ähnlich viele Rothirsche geschossen worden. Nach Auffassung von Experten lässt die gestiegene Strecke den Rückschluss zu, dass die Rotwildbestände insgesamt wachsen. Ein Grund dafür könnten die zuletzt relativ milden Winter sein.

In Niedersachsen gibt es größere Rotwild-Vorkommen vor allem in der Lüneburger Heide, wo im Heidekreis sowie den Kreisen Celle, Lüchow-Dannenberg und Uelzen zusammen rund 3900 Tiere erlegt worden.

Zweiter Schwerpunkt ist der Harz. Dort schossen die Jäger 2405 Hirsche. Trotz der hohen Abschusszahl wächst die Population weiter, fürchtet der Rotwildring Harz. Für die Waldwirtschaft ist dies nach Angaben der Landesforsten ein großes Problem, weil die Tiere auf der Suche nach Futter auch die Rinde von Bäumen abschälen. Dadurch werden die Stämme zum Teil irreparabel beschädigt. In den kommenden Jahren sollen die Abschusszahlen deshalb weiter erhöht werden.

dpa

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