Hamburger zeigen Solidarität

9000 demonstrieren gegen Flüchtlingspolitik

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Foto: Mehrere tausend Menschen, unter ihnen afrikanische Flüchtlinge, protestieren in Hamburg gegen die Flüchtlingspolitik von EU, Bund, Ländern.

Hamburg - Die Situation der „Lampedusa-Flüchtlinge“ beschäftigt seit Wochen Polizei, Politik und Gesellschaft in Hamburg. Kaum ein Wochenende vergeht ohne Solidaritätsbekundungen – so auch diesmal.

Knapp 9000 Menschen sind in Hamburg gegen die Flüchtlingspolitik von EU, Bund und Ländern auf die Straße gegangen. Dabei forderten sie am Samstag unter dem Motto „Solidarität mit Lampedusa in Hamburg“ auch ein Bleiberecht für die rund 300 afrikanischen Flüchtlinge, die sich seit Juni in der Hansestadt aufhalten. Nach Angaben der Polizei verliefen die Proteste bis zum späten Nachmittag friedlich. „Es ist alles ruhig verlaufen“, sagte ein Polizeisprecher. Vom Hauptbahnhof führte der Demonstrationszug durch die Innenstadt und wieder zurück. Die Hilfsorganisation Pro Asyl und die Landesflüchtlingsräte hatten zu der Kundgebung aufgerufen. Rund 800 Polizisten waren im Einsatz.

An der Spitze des Protestzuges waren Mitglieder der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“, die unter anderem ein Banner mit der Aufschrift „We Are Here To Stay“ in die Höhe hielten.

Zuvor hatten Vertreter der „Lampedusa-Flüchtlinge“ auf der Landesmitgliederversammlung der Hamburger Grünen noch einmal ihre Standpunkte dargestellt. Sie erneuerten dabei ihre Forderung nach einem gemeinsamen Aufenthaltsrecht. Die meisten der rund 300 afrikanischen Flüchtlinge befänden sich in einer humanitären Notlage, sagte einer der Initiatoren der Gruppe, Asuquo Udo. Erneut appellierte er an den SPD-Senat, eine politische Lösung zu finden.

dpa

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