Niedersachsen

900.000 Schüler freuen sich auf Sommerferien

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Foto: In Niedersachsen beginnen an diesem Freitag die Sommerferien.

Hannover - Das Warten hat ein Ende:Für knapp 900.000 Mädchen und Jungen in Niedersachsen beginnen am Freitag die Sommerferien. Doch nicht nur die Schüler freuen sich – auch viele der rund 70.000 Lehrer dürften froh sein, nach dem Stress sechs Wochen lang durchatmen zu können.

Sommerzeit, Ferienzeit: Wochenlang haben die rund 898.300 Schüler der allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen auf den Beginn der großen Ferien gewartet - am Freitag ist es soweit. Sechs Wochen lang bleiben die knapp 3050 allgemein bildenden Schulen zwischen Harz und Nordseeküste geschlossen.

Auch der ein oder andere der rund 70 000 Lehrer wird sich freuen, dass der stressige Schulalltag bis Anfang September ruht. Während auf die meisten Schüler vor dem vorerst letzten Klang der Schulglocke noch die nicht immer beliebte Zeugnisvergabe wartet, haben etwa 33.000 Schüler, die am Zentralabitur teilgenommen haben, ihr Abiturzeugnis bereits in der Tasche.

„Allen Schülerinnen und Schülern wünsche ich erholsame Ferien und hoffentlich noch einige Wochen Sommerwetter“, sagte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU). Den Absolventen gratuliere er zu ihrem Abschluss und wünsche ihnen viel Erfolg für die Zukunft.

Zur Einschulung Anfang September erwartet das Kultusministerium rund 75.000 Erstklässler. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren entscheiden die Grundschulen in diesem Jahr erstmals selbst über den genauen Termin. Möglich sind gleich zwei Samstage: der 1. September oder eine Woche später am 8. September. Doch damit nicht genug: Es gibt auch Schulen, an denen die Erstklässler zwischen dem 3. und 5. September ihren ersten Schultag erleben. Für alle anderen Schüler ist es einfacher. Am 3. September geht es wieder los.Pünktlich zum Schuljahresbeginn und damit ein Jahr vor dem landesweit verbindlichen Starttermin werden zudem 27 niedersächsische Grundschulen mit der Einführung der inklusiven Schule starten. Behinderte und nicht behinderte Mädchen und Jungen in der ersten Klasse werden hier künftig gemeinsam unterrichtet.

Die Eltern können stattdessen aber auch entscheiden, dass ihr Kind eine spezialisierte Förderschule besucht. Die verbindliche Einführung der inklusiven Schule wird in Niedersachsen mit Beginn des Schuljahrs 2013/14 umgesetzt. Dies umfasst dann nicht nur die Grundschulen ab Klasse eins, sondern auch die weiterführenden Schulen beginnend mit dem Schuljahrgang fünf.

Im kommenden Schuljahr geht die Oberschule in ihr zweites Jahr. Ab September wird es mehr als 200 Oberschulen in Niedersachsen geben, nach 132 Schulen im ersten Jahr. Auch neun der 15 katholischen Haupt- und Realschulen wollen in die Schulform umgewandelt werden.

Im weiterführenden Bereich - ab Klasse fünf - wird die Oberschule dann nach den Gymnasien die am häufigsten vertretene Schulform sein. Die Oberschule ist eine neue Schulform, an der alle Abschlüsse des Sekundarbereichs I (Schuljahrgänge 5 bis 10) erworben werden können. SPD, Grüne und Linke kritisieren die Oberschulen nach wie vor massiv und fordern bessere Rahmenbedingungen für die Gesamtschulen.

dpa

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