Spenden für Jugendhospiz

Abenteurer segeln für guten Zweck in die Arktis

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Die Leiterin des Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke, Gaby Letzing, verabschiedet die beiden Segler Bernd Mansholt (l.) und Janek Plate. Sie werden für einen guten Zweck zu einer etwa drei Monate andauernden Reise in die Arktis nach Grönland aufbrechen.

Oldenburg - Einmal in die Arktis und wieder zurück: Für den guten Zweck scheuen zwei norddeutsche Abenteurer keine Mühen. Sie wollen mit einer Jacht bis in den Norden Grönlands segeln und dabei Spenden für ein Jugendhospiz sammeln.

Drei Monate ununterbrochen auf dem Wasser, 5000 Meilen weit, umgeben von tückischen Eisfeldern - ein wahres Abenteuer haben sich Bernd Mansholt und Janek Plathe vorgenommen. Sie wollen durch die Arktis segeln, so weit in den Norden Grönlands wie möglich. Doch den beiden Norddeutschen geht es dabei nicht nur um den Nervenkitzel, sondern auch um einen guten Zweck. Sie wollen Spenden für das Jugendhospiz „Löwenherz“ in Syke bei Bremen sammeln.

Etwa zwei Jahre lang hat Mansholt die Reise vorbereitet. Am Sonntag legten er und Plathe mit ihrer etwa elf Meter langen Segeljacht im Oldenburger Hafen ab. „Die nervliche Anspannung ist groß. Es wird schon ein Abenteuer“, sagte der 48-jährige Mansholt. Drei Monate haben sie vor sich - in enger Koje und mit wenig Schlaf. Unter Wasser lauern Eisschollen, die das Schiff beschädigen können. „Wir haben das Boot am Bug verstärkt. Ideal wäre aber eigentlich ein Eisbrecher“, sagte Mansholt.

Vor einigen Jahren hat der Oldenburger bereits die Welt umsegelt. In der Arktis ist er jedoch zum ersten Mal unterwegs. Seine Frau wollte ihn nicht allein auf die gefährliche Reise lassen. Deshalb suchte er im Internet nach einem Mitsegler. Es meldete sich der 28-jährige Janek Plathe aus Flensburg, Seemann und leidenschaftlicher Segeler seit Kindesbeinen an. In einem Logbuch im Internet werden die beiden Männer über ihre Expedition berichten. Über die Homepage sammeln sie auch die Spenden.

Als erste Station wollen Mansholt und Plathe Helgoland ansteuern, um Proviant und Treibstoff zu bunkern. Dann soll es immer weiter nach Norden gehen - und zwar ohne einen weiteren Hafen anzulaufen. An Bord werden sie in Schichten arbeiten. Wenn einer schläft, steht der andere am Steuer. Nur im Notfall - falls Lebensmittel ausgehen oder bei technischen Problemen - wollen sie einen Stopp bei den Shetlandinseln oder in Island einlegen.

dpa

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