Unglück in Lingen

Acht Menschen bei Explosion verletzt

Lingen - Bei einer Explosion in einer brennenden Werkstatt im emsländischen Lingen sind in der Nacht zum Samstag acht Menschen verletzt worden. Unter den Opfern seien sieben Feuerwehrleute und eine Anwohnerin, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauerten auch am Sonntag noch an.

Das Feuer war in einem früheren Sägewerk entstanden, das auch als Metallwerkstatt genutzt wurde. Das Gebäude wurde vollständig zerstört, die Polizei schätzt den Schaden auf rund 200 000 Euro. Die Explosion kam laut Polizei völlig überraschend. Denn zu Beginn des Einsatzes habe der Besitzer versichert, dass in der Werkstatt nur Holz gelagert werde. Diese Information erwies sich aber als falsch. Eine im Raum gelagerte Gasflasche explodierte gegen 3.05 Uhr mit einem lauten Knall.

Die Verletzten erlitten Knalltraumata und wurden durch herumfliegende Glassplitter verletzt. Durch die Wucht der Explosion wurde auch ein Nachbarhaus so stark beschädigt, dass die dort lebende Familie vorerst nicht mehr zurückkehren durfte - am Montag muss erst die Statik überprüft werden. Nach der Detonation hatten die Einsatzkräfte zunächst für einige Stunden alle Gebäude in einem Radius von rund 200 Metern um den Einsatzort evakuiert. Mehr als fünf Feuerwehren waren die ganze Nacht über im Einsatz.

Da die Werkstatt in einem Wassergewinnungsgebiet liegt, wurde das Löschwasser in Tankfahrzeuge gepumpt. Der Boden muss noch untersucht werden, um festzustellen, ob das Grundwasser belastet ist. Die Polizei überprüft zudem, ob sie Ermittlungen gegen den Besitzer einleitet, da er eine falsche Aussage gemacht hat.

dpa

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