Zu viele Raser

Akku leer: Polizei bricht Blitzeraktion ab

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Foto: Die Göttinger Polizei musste eine Blitzeraktion vorzeitig abbrechen. Die Akkus hatten schlappgemacht.

Hedemünden - Zu viele Raser haben jetzt die Technik der Polizei in die Knie gezwungen: Nach sechseinhalb Stunden ununterbrochenen Messens auf der A 7 waren sämtliche Akkus der Blitzgeräte leer - obwohl die Beamten mit ihrer Arbeit noch gar nicht fertig waren.

Die Göttinger Polizei hatte ihre Geräte am Sonntag vor der Anschlussstelle Hedemünden in Fahrtrichtung Kassel aufgestellt. Dort gilt Tempo 100 für Pkw und Tempo 60 für Lastwagen. Gegen 17.15 Uhr gingen die ersten Raser ins Radarnetz - und danach blitzte es ohne Pause weiter. Bis 23.45 Uhr hielten die die Beamten insgesamt 288 Verstöße fest, 18 Auto- und zwei Lkw-Fahrer müssen sich sogar auf ein Fahrverbot einstellen. Doch dann war Schluss, die Blitzeraktion musste vorzeitig abgebrochen werden. Die Akkus hatten schlappgemacht.

Bei den Pkw betrug der gemessene Höchstwert 178 statt der erlaubten 100 Stundenkilometer. Er geht auf das Konto eines Rasers aus München, der außerdem nicht angeschnallt am Steuer seines Wagens saß.

Aber auch Lkw-Fahrer gaben trotz der eindeutigen Beschilderung richtig Gas, erklärte die Polizei am Montag weiter. Der schnellste Lastwagenfahrer fuhr mit Tempo 97 bei erlaubten 60 Stundenkilometern in die Messung. Auch auf ihn kommt wegen der hohen Geschwindigkeitsüberschreitung ein Fahrverbot zu.

Von Matthias Heinzel

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