Somalia

Anschlag auf UN-Gebäude in Mogadischu

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Foto: Somalische Sicherheitskräfte bringen sich am Flughafen in Stellung.

Mogadischu - Unbekannte haben in der somalischen Hauptstadt Mogadischu offenbar einen Anschlag auf die Vereinten Nationen verübt. Vor dem Komplex des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) hat es eine schwere Explosion gegeben. Ob es sich um Selbstmordattentäter handelt, ist unklar.

Die Vereinten Nation sind am Mittwoch in der somalischen Hauptstadt Mogadischu Ziel eines Anschlags von Islamisten geworden. Zunächst sprengte sich offenbar ein Angreifer vor dem Komplex des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) in die Luft. Es habe dort eine schwere Explosion gegeben, sagte Ahmed Hassan, ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, der Nachrichtenagentur dpa.

Anschließend seien mehrere Angreifer, die Militäruniformen trugen, in das Gebäude gestürmt. Es seien Schüsse zu hören gewesen, erklärte Hassan. Ob es außer dem Selbstmordattentäter weitere Opfer gegeben hat, war zunächst unklar.

Ein Kameramann sagte dem britischen Sender BBC, er habe mehrere Verletzte gesehen. Viele Anwohner flohen in Panik, und mehrere Gebäude in dem Gebiet wurden beschädigt. Berichten zufolge konnten Regierungstruppen das Gelände bis zum Mittag unter ihre Kontrolle bringen. Das UN-Gebäude liegt in der Nähe des schwer bewachten Flughafens.

Es wird vermutet, dass die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz für den Anschlag verantwortlich ist. Die Gruppe war bereits vor eineinhalb Jahren von Regierungssoldaten und Truppen der Afrikanischen Union weitgehend aus Mogadischu vertrieben worden. Jedoch verübt sie dort nach wie vor blutige Anschläge.

dpa

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