Parteitag

Anti-Euro-Partei hat Landesverband für Niedersachsen gegründet

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Der Bundesvorsitzende der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke (l), und der Niedersächsische Landesvorsitzende, Ulrich Abramowski.

Lüneburg - Die neue Alternative für Deutschland setzt auf einen Einzug in den Bundestag im September. Die Anti-Euro-Partei hat nun auch in Niedersachsen einen Landesverband gegründet. An der Spitze: Ein Volkswirt aus dem Kreis Harburg.

Die Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat in Niedersachsen einen Landesverband gegründet. Zum Landesvorsitzenden wählten die Mitglieder den 56 Jahre alten Diplom-Volkswirt Ulrich Abramowski aus Tostedt im Kreis Harburg. Er setzte sich bei der Gründungsversammlung am Mittwoch gegen drei Gegenkandidaten durch und erhielt nach Angaben des vorläufigen Parteisprechers Michael Recha knapp 70 Prozent der Stimmen.

Zu dem Parteitag in Lüneburg kamen nach Worten des Sprechers knapp 220 Mitglieder. Die neue Partei will im September versuchen, in den Bundestag einzuziehen. „Wir streben an, die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen“, sagte der Parteisprecher Recha. Das jüngste ZDF- „Politbarometer“ sieht die Alternative für Deutschland derzeit aber nur bei drei Prozent, damit würde die neue Partei den Einzug in den Bundestag nicht schaffen.

Bei der Versammlung in Lüneburg redete auch der Bundesvorsitzende, der Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke. Er wollte sich anschließend bei der Aufstellung der Landesliste um die Spitzenkandidatur in Niedersachsen bewerben. Lucke forderte ein Ende des Euro-Währungsgebietes. „Wir beabsichtigen nicht den sofortigen Austritt aus dem Euro, sondern eine geordnete Auflösung der Euro-Währungszone über mehrere Jahre“, sagte Sprecher Recha.

Der neue Landesvorsitzende Abramowski erklärte in seiner Bewerbung zum Parteivorsitz im Internet, die Euro-Rettung sei ein Zeichen, wie Bürger immer mehr von der politischen Willensbildung ausgeschlossen und entmündigt würden. „Bundesregierung und Europaparlament schränken konsequent unsere Rechte als Bürger ein und stellen eine Politik, die letztlich zur Verelendung der sozial Schwachen und der Verarmung des Mittelstandes führt, als „alternativlos“ dar“, kritisierte er.

dpa

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