Haftstrafe ohne Bewährung

Mit Armbrust und Machete auf Haustierjagd

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Foto: Der Angeklagte Christian J. sitzt im Verhandlungssaal des Amtsgerichtes Jena. Im Prozess um eine Serie von Armbrustattacken auf Tiere hat das Amtsgericht Jena den Mann zu einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis verurteilt.

Jena - Weil er auf Tiere mit einer Armbrust schoss, hat das Amtsgericht Jena einen 31-Jährigen zu einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Dass die Strafe am Mittwoch nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde, liegt vor allem an der letzten Tat, bei der der Mann den Nachbarshund getötet habe.

Auf das Tier schoss er demnach zuerst mit der Armbrust und tötete es dann mit einer Machete. Die Verteidigung hatte auf eine Strafe unter zwei Jahren zur Bewährung plädiert, die Staatsanwaltschaft für zweieinhalb Jahre Haft. Sie hatte dem Mann vorgeworfen, ein Pferd, ein Rind und einen Hund getötet und 21 weitere Tiere verletzt zu haben. Zu Beginn der Verhandlung hatte der Mann über seinen Anwalt sein Geständnis bei der Polizei erneuert.

Es sei ihm um den "Kick" gegangen, etwas zu tun und nicht erwischt zu werden. Er habe sich seine Ziele wahllos gesucht. Seit dem Sommer 2012 hatte die Serie von Attacken vor allem auf Weidetiere für Besorgnis in den Dörfern bei Jena gesorgt. Tierschützer setzten 10 000 Euro Belohnung aus.Auf die Spur kam die Polizei dem Mann nach Recherchen zu Waffen- und Munitionskäufen bei zahlreichen Online-Shops. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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