Proteste in Thailand

Ausnahmezustand stoppt Demonstranten nicht

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Foto: Erhöhte Polizeipräsenz in Bangkok: Die Regierung in Thailand hat den Ausnahmezustand erklärt.

Bangkok - Bei Anschlägen auf Demonstranten waren in Thailand mehr als 60 Menschen verletzt worden. Die Regierung hat darauf den Ausnahmezustand ausgerufen. Doch die Demonstranten lassen sich davon nicht abhalten. Tausende protestieren gegen den Notstand.

Die regierungsfeindlichen Demonstranten in Thailands Hauptstadt Bangkok protestieren trotz der Verhängung des Ausnahmezustands weiter. "Bis wir unser Ziel erreichen", sagte der Sprecher des "Demokratischen Reformkomitees des Volkes" (PDRC), Akanat Promphan, am Mittwoch. Die Demonstranten wollen die Regierung stürzen und die Wahl am 2. Februar verhindern.

Tausende zogen zum Büro des Verteidigungsstaatssekretärs und protestierten gegen die Verhängung des Ausnahmezustands. Die Regierung hatte die Maßnahme am Dienstag verkündet. Grund war die wachsende Gewalt bei den Protesten. Die Regierung kann damit kurzfristig unter anderem Ausgangssperren anordnen und Demonstrationen verbieten.

Die Polizei kann zudem leichter Menschen festnehmen. Die Regierung stellte aber klar, dass sie zunächst keine der Maßnahmen plane. Wie der öffentlich-rechtliche Sender PBS berichtete, nahm die Polizei am Dienstagabend zwei Männer in der Nähe eines Demonstrantenlagers mit 23 selbstgebastelten Bomben, Waffen und Munition fest.

dpa

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