Protest gegen Elbphilharmonie

Ausschreitungen nach Demo in Hamburg

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Polizisten mussten die Zufahrt zur Elbphilharmonie sichern.

Hamburg - Unter dem Motto „Hafencity entern - Elbphilharmonie besichtigen“ demonstrierten am Sonnabend 1000 Menschen in Hamburg. Zunächst friedlich, doch dann kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Nach einer Demonstration unter dem Motto „Hafencity entern - Elbphilharmonie besichtigen“ ist es am Samstag in Hamburg zu Ausschreitungen gekommen. Aus einer Gruppe von 150 Linksextremisten heraus seien Beamte in der Nähe der Elbphilharmonie massiv mit Böllern beworfen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten reagierten mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Wasserwerfern. Insgesamt seien drei Polizisten leicht verletzt worden. Auch mindestens ein Demonstrant musste von Rettungskräften behandelt werden. Einige der Demonstranten hatten nach Angaben der Polizei versucht, den Zugangsbereich zur Elbphilharmonie zu versperren, seien jedoch von Beamten abgedrängt worden.

Ein Sprecher der Demonstranten bezeichnete die Reaktion der Polizei als „völlig überzogen“. Die Demonstranten seien „grundlos von der Polizei attakiert worden“. Die Polizei habe einige Demonstranten mit Pfefferspray und Schlagstöcken leicht verletzt.

Die Demonstration war zunächst friedlich am Hauptbahnhof gestartet. Aufgerufen hatte die Blockupy-Bewegung, die an diesem Tag in mehreren deutschen und europäischen Städten auf die Straße ging, um gegen soziale Ungerechtigkeit und die Macht der Banken zu demonstrieren. Auf Transparenten forderten die Teilnehmer „Flüchtlinge willkommen“ und „Gemeinsam gegen die Macht der Banken“. Insgesamt hatten nach Polizeiangaben rund 1000 Menschen teilgenommen.

Die Veranstalter sprachen von 2000 Teilnehmern. Die anschließenden Krawalle ereigneten sich in Sichtweite des im Bau befindlichen Konzerthauses, wo am Samstag kostenlose Konzerte auf einer Open-Air-Bühne Hunderte Menschen zum Tag der Elbphiharmonie lockten.

Die Hamburger Polizei war nach Angaben des Sprechers mit rund 1000 Beamten im Einsatz, um diese und weitere Veranstaltungen, darunter auch einen Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Fischmarkt, abzusichern.

dpa

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