Unfallursache unklar

Auto rast in Schulbus: 2 Tote und 30 Verletzte

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Foto: Beim Zusammenstoß eines Autos mit einem Bus sind in der Altmark zwei Menschen getötet und 30 Schulkinder leicht verletzt worden.

Wernitz/Salzwedel - Die Kinder wollen wie jeden Morgen zur Schule fahren. Plötzlich rast ein Auto frontal in ihren Bus. Zwei Menschen sterben, 30 Kinder werden verletzt.

Beim Zusammenstoß eines Autos mit einem Bus sind in der Altmark zwei Menschen getötet und 30 Schulkinder leicht verletzt worden. Der Kombi sei am Dienstagmorgen auf der B188 bei Wernitz (Landkreis Salzwedel) nach einer leichten Rechtskurve auf die Gegenspur geraten. Dort sei er mit dem entgegenkommenden Bus, der gezielt auch Schulen anfährt, kollidiert, sagte ein Polizeisprecher in Salzwedel.

Bei den Toten handele es sich um zwei junge Männer, die in dem Auto saßen. Trotz des winterlichen Wetters mit Schnee soll die Fahrbahn gut geräumt gewesen sein. Der Polizeisprecher sagte: „Straßenglätte hat keine Rolle gespielt.“ Ein Gutachter soll das Geschehen untersuchen.

In dem Bus wurden 30 Kinder leicht verletzt. Insgesamt 55 Kinder seien mitgefahren, ob auch Erwachsene dabei waren, konnte der Sprecher nicht sagen. In der Altmark gibt es keine reinen Schulbusse, die Busse fahren zwar Schulen an, allerdings kann wie in einem Linienbus jeder mitfahren.

Ein Polizeisprecher, der an der Unfallstelle stand, berichtete von zerborstenen Fenstern hinter dem Fahrersitz des Busses. Kinder seien durch herumfliegende Glassplitter verletzt worden, viele wurden beim Bremsmanöver und dem Aufprall hin- und hergeschleudert. Die Kinder seien mit einem weiteren Bus in ihre Sekundarschule nach Mieste gebracht worden. Dort kümmerten sich Notärzte um sie. Auch ein Kriseninterventionsteam sei im Einsatz.

Kein Kind sei in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es weiter. Zum genauen Alter der Kinder konnte die Polizei nichts sagen, Sekundarschulen unterrichten Kinder von der fünften bis zur zehnten Klasse.

Der Unfallort an der B188 war seit dem Zusammenstoß weiträumig abgesperrt. Der Polizeisprecher in Salzwedel sagte, es gebe keine Hinweise darauf, dass es sich um einen unfallträchtigen Ort handelt.

dpa

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