Kaum Zugausfälle

Bahn fährt nach GDL-Streik weitgehend normal

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- Nur ganz wenige Züge fallen aus, und die Verspätungen sind kaum anders als an normalen Tagen: Nach dem Ende des Lokführerstreiks im Personenverkehr hat sich der Betrieb bei der Deutschen Bahn am Freitagmorgen weitgehend normalisiert.

Die Bahnstartete um 4 Uhr morgens wieder mit einem weitgehend stabilen Zugverkehr, wie sie in Berlin mitteilte. Vereinzelt könne es aber noch zu Verspätungen und Ausfällen kommen.

Der 43-stündige Lokführerstreik im Personenverkehr war am Donnerstagabend um 21.00 Uhr zu Ende gegangen. Bis Betriebsschluss galt der für den Streikzeitraum aufgestellte abgespeckte Ersatzfahrplan weiter. Während des Streiks konnten laut Bahn teilweise im Regional- und Fernverkehr mehr Verbindungen angeboten werden als zunächst geplant. Im Fernverkehr wurden zum Teil verlängerte Züge eingesetzt.

Am Freitagmorgen soll um 9 Uhr auch der schon seit Dienstagnachmittag laufende Streik im Güterverkehr der Bahn enden. Während des Ausstands konnten mehr als zwei Drittel der Züge gefahren werden, wie die Bahn mitteilte. Zeitkritische und versorgungsrelevante Züge seien bevorzugt gefahren worden. Die Auswirkungen würden aber noch einige Tage zu spüren sein: Der Rückstau der in den Rangierbahnhöfen stehenden Züge werde voraussichtlich erst bis Anfang kommender Woche abgebaut sein.

Grund für den Ausstand war der seit zehn Monaten andauernde Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL). Die Deutsche Bahn verhandelt parallel auch mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), weil beide Gewerkschaften sich nicht auf Spielregeln für ein gemeinsames Vorgehen einigen konnten. EVG und GDL wollen Tarifabschlüsse für alle ihre Mitglieder erreichen, die Bahn will aber unterschiedliche Ergebnisse für ein und dieselbe Berufsgruppe verhindern.

afp

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