Nach GDL-Streik

Bahnverkehr läuft wieder planmäßig an

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Die GDL hatte die Lokführer zu einem einwöchigen Streik aufgerufen.

Hannover - Nach dem fast einwöchigen Streik der Lokführergewerkschaft GDL läuft der Bahnverkehr nach Angaben der Deutschen Bahn weitestgehend wieder nach Plan. Lediglich im Güterverkehr machen sich die Auswirkungen des Ausstands nach Angaben des Unternehmens noch bis Mitte der Woche bemerkbar.

Der Nah- und Fernverkehr sei mit Betriebsbeginn am Montagmorgen "wieder planmäßig angelaufen", erklärte das Unternehmen. Disponenten hätten in der Nacht dafür gesorgt, "dass Personal und Züge an den Startbahnhöfen rechtzeitig bereitstanden". Lediglich in Sachsen-Anhalt und Thüringen bekamen Pendler im Nahverkehr noch "vereinzelt Einschränkungen" zu spüren, wie die Deutsche Bahn weiter mitteilte. Dort hatte ein Schwerpunkt des GDL-Streiks gelegen.

Im Güterverkehr machen sich die Auswirkungen des Ausstands nach Angaben des Unternehmens noch bis Mitte der Woche bemerkbar. Der durch den Streik entstandene Rückstau an Zügen im In- und Ausland werde nun "Schritt für Schritt" abgebaut. Die Bahn hatte während des von Montagnachmittag bis Sonntagmorgen laufenden Streiks einen Ersatzfahrplan veröffentlicht. Dieser habe sich "sehr gut bewährt", erklärte das Unternehmen.

Die GDL hatte zu dem Arbeitskampf aufgerufen, weil der seit mehr als zehn Monaten laufende Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn in einer Sackgasse steckt. Der Konzern ist zwar bereit, sowohl mit der GDL als auch mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft eigenständige Tarifverträge auszuhandeln. Die Bahn lehnt aber unterschiedliche Regelungen für eine Berufsgruppe ab. Die GDL sieht darin einen Eingriff in ihre Tarifautonomie.

afp

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