Mehr als 1000 Kunden geprellt

Bande von Internet-Betrügern festgenommen

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Foto: Polizei und Staatsanwaltschaft haben eine Bande von Internet-Betrügern dingfest gemacht.

Göttingen - Sie haben im Internet Kaffeevollautomaten und Elektronikartikel zu scheinbar konkurrenzlos günstigen Preisen angeboten. Rund 1200 Kunden überwiesen ihnen Vorauszahlungen - die Ware gab es jedoch nie. Jetzt sitzen drei Männer in Untersuchungshaft.

Um mehr als 300.000 Euro soll eine Bande von Internet-Betrügern rund 1200 arglose Kunden geprellt haben. Die Verdächtigen sollen über fingierte Online-Shops hochwertige Kaffeevollautomaten und Elektronikartikel zu scheinbar konkurrenzlos günstigen Preisen angeboten haben, teilte die Staatsanwaltschaft Göttingen am Mittwoch mit. Ein 33-jähriger Deutscher wurde im spanischen Alicante festgenommen, seine beiden 35 und 55 Jahre alten mutmaßlichen Komplizen in Nordrhein-Westfalen. Weitere Details zu den Verdächtigen wollte ein Sprecher nicht nennen.

Das Trio habe seit Mitte 2011 über mindestens 35 betrügerische Internet-Shops Waren angeboten, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank-Michael Laue. Arglose Kunden hätten nach Aufgabe der Bestellung erfahren, dass eine Lieferung für Erstbesteller nur gegen Vorkasse möglich sei. Mindestens 1200 Kunden haben daraufhin Geld überwiesen. Die Ware wurde jedoch nie geliefert.

Die Göttinger Ermittler waren den Betrügern auf die Spur gekommen, nachdem geprellte Kunden einen Händler im südniedersächsischen Northeim angezeigt hatten. Der sei jedoch unschuldig, sagte Laue. Die Verdächtigen hatten seine Daten im Internet missbraucht. Bei den drei Festgenommenen haben die Ermittler große Mengen Beweismittel sichergestellt. Vermutlich werde die Zahl der geprellten Kunden noch stiegen. Unklar ist, ob die drei Verdächtigen weitere Mittäter hatten. Die Männer haben bisher zu allen Vorwürfen geschwiegen.

dpa

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