Hurricane Festival

Bargeldloses Bezahlen schreckt Diebe ab

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Scheeßel - Beim Hurricane Festival in Scheeßel haben Musikfans in diesem Jahr erstmals ohne Bargeld bezahlen können. Das System hatte zwar zunächst technische Probleme, dann aber den positiven Nebeneffekt, dass die Zahl der Diebstähle deutlich zurückging.

Rund 20 Diebstähle hat es in diesem Jahr beim Hurricane Festival in Scheeßel gegeben - deutlich weniger als in den Jahren zuvor. 65.000 Besucher feierten und zelteten dort bis Sonntagabend, weniger als in den Vorjahren. Ausverkauft war das Festival damit nicht, mögliche Gründe dafür nannte der Veranstalter nicht. Zum Abschluss des Festivals sollten am Sonntag unter anderem noch Florence and the Machine, Casper und Paul Kalkbrenner auftreten.

Dauerregen unter anderem am Samstag prägte auch diesmal den Charakter der Veranstaltung. Probleme gab es zum Start mit einem neuen bargeldlosen Bezahlsystem. Das Festivalbändchen enthielt einen Chip, der sich mit Guthaben für Getränke- und Imbissstände aufladen ließ. Ein Netzwerkfehler hatte am ersten Festivaltag für lange Schlangen an den Aufladestationen geführt.

Insgesamt gab es nach Angaben des Polizeisprechers beim 19. Hurricane weniger Straftaten und vor allem weniger Diebstähle als in den Vorjahren. Einer der Gründe dafür könne das neu eingeführte bargeldlose Bezahlsystem gewesen sein, sagte der Sprecher der Polizeiinspektion Rotenburg. "Vielleicht hat das die Diebe von Vornherein abgeschreckt", sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp.

Die Feuerwehr zog am Sonntagnachmittag ebenfalls eine eher positive Zwischenbilanz. In 17 Fällen mussten brennende Zelte oder Dixie-Toiletten gelöscht werden. "Man merkt aber, dass in diesem Jahr weniger Menschen hier sind", sagte ein Sprecher der Feuerwehr Scheeßel.

dpa

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