Sturmtief „Billie“

Baum erschlägt 22-Jährigen im Auto

+

Goslar - Sturm „Billie“ hat in Niedersachsen ein erstes Todesopfer gefordert: In Goslar kam ein Mann ums Leben, nachdem ein Baum auf sein Auto gestürzt war. Trotz sofortiger Rettungsversuche starb der 22-Jährige wenig später.

Ein 22 Jahre alter Autofahrer aus Hamburg ist amFreitagabend inGoslar ums Leben gekommen, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Der Baum mit rund 50 Zentimetern Durchmesser sei durch Sturm „Billie“ umgekippt und direkt auf das Auto gefallen, sagte einPolizeisprecher am Sonnabendmorgen. Eine Zeugin beobachtete denUnfall und alarmierte die Feuerwehr, die den eingeklemmten 22-Jährigen befreite. Er starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus, nachdem er reanimiert worden war. Die Polizei vermutet, dass der junge Mann unterwegs war, um seine Eltern in Thüringen zu besuchen.

In anderen Teilen Niedersachsens tobte der Sturm noch heftiger, auf dem Brocken erreichte er sogar Orkanstärke. In Bremen gingen die Behörden auf Nummer sicher und ließen die Weihnachtsmärkte bis zum Nachmittag geschlossen. Erst um 15 Uhr durften Glühweinstände, Bratwurstbuden und Kunsthandwerker wieder öffnen. Das Stadtamt hatte dieSchließung angeordnet, weil Sturm bis Windstärke zehn erwartet wurde. In Oldenburg wies die Stadt die Betreiber der Stände noch einmal darauf hin, ihre Bauten zu sichern, lies den Betrieb aber laufen. In Langelsheim (Landkreis Goslar) trübte der Sturm die vorweihnachtliche Stimmung erheblich. Dort stürzte ein 18 Meter hoher Weihnachtbaum auf einem Firmenparkplatz um und begrub ein Auto unter sich. Verletzt wurde niemand.

In Hannover musste die Feuerwehr am Freitagnachmittag ausrücken, nachdem eine Glasfassade an einem Gebäude in der Innenstadt durch den Sturm beschädigt worden war. Die Feuerwehr rückte aus und sicherte den Bereich vor dem Haus an der Kanalstraße.

dpa/ska/frs

51689165186043

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare