Bockenem/Dreieck Salzgitter

Baustelle auf A7 wird verlängert

+
Auf der Nordfahrbahn laufen die Asphaltarbeiten auf Hochtouren.

Hildesheim - Autofahrer müssen auf der Autobahn 7 zwischen dem Dreieck Salzgitter und der Anschlussstelle Bockenem deutlich länger mit Behinderungen rechnen als bislang geplant.

Ursprünglich sollte der dreispurige Ausbau auf dem rund zwölf Kilometer langen Abschnitt bis Ende dieses Monats abgeschlossen sein. Doch daran ist nicht zu denken. Inzwischen wären die Verantwortlichen schon froh, wenn die Großbaustelle bis Ende des Jahres verschwinden würde. Das bedeutet nicht nur für Reisende auf der Autobahn weitere Geduldsproben, sondern auch für die Menschen im südlichen Landkreis. Denn Auto- und Lastwagen-Fahrer weichen meist auf die Bundesstraße 243 aus, wenn der Verkehr an der A7-Baustelle wieder einmal stockt.

„Im Juli 2013 sind die Bauarbeiten dort abgeschlossen“ - so lautete vor zwei Jahren die Prognose für den Abschnitt zwischen Salzgitter und Bockenem, der Teil des Großprojektes ist. Die A 7 wird auf der kompletten Strecke zwischen Hannover und Göttingen dreispurig ausgebaut. Doch noch immer bestimmen Bagger und Teermaschinen das Bild auf der Autobahn, Autos und Lastwagen schieben sich durch die jeweils zwei engen Fahrspuren nord- und südwärts.

„Der lange Winter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt ein Sprecher der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beim zuständigen Geschäftsbereich in Bad Gandersheim auf Anfrage. Derzeit hemmt zudem die Sommerhitze - immer wieder müssen Bauarbeiter sich um durch die Hitze ausgebeulte Schutzwände statt um ihre Maschinen kümmern. „Und auch mit einigen Brücken gab es zum Teil größere Probleme als erwartet“, erklärt die Straßenbau-Behörde. Zahlreiche Straßen und Feldwege queren die Autobahn - und weil die Fahrbahn breiter wird, müssen auch die Brücken neu gebaut oder verlängert werden. „Frühestens im Herbst“ könne der Verkehr endlich wie geplant fließen“, sagt der Sprecher vorsichtig. Setze der Frost früh ein, könnten sich die Bauarbeiten sogar bis ins nächste Jahr hinziehen. Insgesamt spricht die Behörde allerdings von „üblichen Problemen bei Projekten dieser Größenordnung“.

Dabei ist der dreispurige Ausbau in Richtung Süden abgeschlossen. Die Autofahrer haben aber noch nicht viel davon, weil dort der Verkehr in beide Richtungen rollt. Derzeit gehen die Baufirmen daran, die Fahrbahn von der Anschlussstelle Bockenem aus in Richtung Norden von Bockenem aus fertigzustellen - zumindest auf acht der insgesamt zwölf Kilometer bis zum Dreieck Salzgitter. „Das wird bis zum Herbst fertig“, ist man bei der Behörde zuversichtlich. Dann bleibe zwar noch ein vier Kilometer langer Engpass übrig, dennoch werde sich die Lage deutlich entspannen. „Die Baustelle ist dann um zwei Drittel kürzer, man kommt also in beiden Richtungen schneller vorwärts.“

Parallel zum Ausbau zwischen Dreieck Salzgitter und Bockenem haben inzwischen auch die Arbeiten auf dem nächsten südlichen Abschnitt bis Seesen begonnen. Er soll bis 2015 dauern. Auch diese zwölf Kilometer wollen die Planer in zwei Teilstücken ausbauen lassen.

von Tarek Abu Ajamieh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare