Universität Bremen

Behörde bewilligt weitere Affenversuche

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Foto: Die Bremer Wissenschaftler um Hirnforscher Andreas Kreiter unternehmen neurologische Studien an Makaken.

Bremen - Der Bremer Hirnforscher Andreas Kreiter darf weitere drei Jahre mit Makaken experimentieren. Die Behörde musste die Genehmigung verlängern.

Die Universität Bremen kann ihre umstrittenen Affenversuche weitere drei Jahre fortsetzen. Die Bremer Gesundheitsbehörde genehmigte am Freitag einen entsprechenden Antrag, wie die Universität Bremen mitteilte.

2008 hatte sich das Gesundheitsressort noch geweigert, die 1998 erteilte Genehmigung zu verlängern. Daraufhin begann ein juristisches Tauziehen. Zuletzt erlitt die Behörde im Januar eine Niederlage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Die Politik muss die Versuche folglich erlauben.

Die Bremer Wissenschaftler um Hirnforscher Andreas Kreiter unternehmen neurologische Studien an Makaken. Sie untersuchen dabei Mechanismen, die der Verarbeitung von Information im Gehirn zugrunde liegen. Gegenwärtig gebe es für die Tierversuche keine Alternative, sagte der Beauftragte des Uni-Rektorats für Makakenversuche, Prof. Reinhard X. Fischer. Nach Angaben der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist eine solche Grundlagenforschung die Voraussetzung, um langfristig Therapien zum Wohle des Menschen zu entwickeln.

Der Deutsche Tierschutzbund reagierte mit Kritik. „Wir sind enttäuscht und entsetzt, dass die Affen an der Universität Bremen weiterhin in Versuchen leiden werden“, sagte Pressesprecher Marius Tünte. Der Tierschutzbund werde weiterhin alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen, dagegen vorzugehen.

dpa

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