Nach Farbanschlag

Bekennerschreiben nach Anschlag auf Til Schweigers Haus gibt Rätsel auf

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Foto: Til Schweiger und seine Freundin Svenja Holtmann.

Hamburg - Nach dem Farbanschlag auf Til Schweigers Haus wertet das Hamburger Landeskriminalamt nun ein Bekennerschreiben aus. Es war am Montag in der Redaktion der Boulevardzeitung "Hamburger Morgenpost" eingegangen und stammt von einer Gruppe eingegangen, die sich "die Tatortverunreiniger_innen" nennt.

Eine Organisation dieses Namens sei den Behörden unbekannt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag auf dapd-Anfrage. Weitere Details nannte sie mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Die Täter hatten Schweigers Haus in den Hamburger Elbvororten in der Nacht zum Montag mit weißen Farbbeuteln beworfen. Zudem zündeten die Täter das Auto seiner Freundin an. Der 49-Jährige ist einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler.

Zuletzt war er in der Rolle des Hamburger "Tatort"-Kommisars Nick Tschiller zu sehen. In dem Schreiben, aus dem die "Morgenpost" zitierte, wird der Anschlag damit begründet, dass Schweigerim Film "Schutzengel" und mit öffentlichen Auftritten angeblich den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan verherrliche.

Schweigers Film „Der Schutzengel“

Hauptfigur des Films ist Max, ein ehemaliger Elitesoldat (Schweiger), der jetzt in einem Schutzprogramm für die Sicherheit der Zeugen sorgen soll, die in einem Prozess aussagen werden. Die Vollwaise Nina, 15 Jahre alt, hat miterlebt, wie ihr Freund mitten in Berlin erschossen wurde. In letzter Sekunde schafft es Max, sie vor einem Killerkommando in Sicherheit zu bringen. Sie tauchen unter. Der Gegner, mit dem sich Max anlegt, ist mächtig: Waffenhändler Backer hat Verbindungen bis ganz nach oben im Polizei- und Justizapparat

dapd

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