Glück im Unglück

Bergwanderer vom Blitz gestreift

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Foto: 15 Menschen werden durch einen Blitz im Berchtesgadener Land verletzt.

Schönau - Glück im Unglück: Eine Gruppe von Bergwanderern ist am Freitag in den Berchtesgadener Alpen von einem Unwetter überrascht worden. Der Blitz schlug in ein Kletterseil ein, 15 Menschen kamen mit dem Strom in Berührung. 13 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Ein Blitz hat am Freitag eine Bergwandergruppe im Berchtesgadener Land gestreift. Dabei wurden 15 Menschen verletzt, unter ihnen ein zehnjähriger Bub. Für 13 von ihnen endete die Wanderung im Krankenhaus. Zu der Gruppe gehörten auch Soldaten aus den Niederlanden.

Die Gruppe war am Mittag auf dem sogenannten Isidor-Klettersteig des Grünsteins im Gemeindegebiet von Schönau am Königssee unterwegs. Plötzlich zog ein Gewitter auf. Ein Blitz schlug nach Zeugenaussagen direkt ins Kletterseil des Steiges ein, wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in Bad Reichenhall berichtete. Die Bergsteiger kamen dadurch mit dem Strom in Berührung. Einige wurden den BRK-Angaben zufolge weggeschleudert und erlitten Brandmale an den Händen. "Viele spürten eine Art Stromschlag", sagte ein Polizeisprecher. Alle Opfer konnten aber noch selbst zur Grünsteinhütte gehen und dort Hilfe rufen.

Sofort wurde die Bergwacht alarmiert. Sechs ihrer Helfer und der Wirt der Grünsteinhütte brachten die Verletzten mit vier Fahrzeugen ins Tal, wo sie medizinisch erstversorgt und dann 13 von ihnen in Krankenhäuser gebracht wurden. Dort wurden sie auf Herzrhythmusstörungen untersucht. Zu der Gruppe gehörten zehn niederländische Soldaten, die auf dem Berg nach Polizeiangaben eine halbmilitärische Übung absolvierten.

dpa

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