Nach Brocken-Absturz

Bericht über Ursache erst im Juni

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Wernigerode - Auf dem Brocken erinnern nur noch Brandflecken an den Flugzeugabsturz vom Freitag. Zwei Männer kamen ums Leben. Die Suche nach der Absturzursache läuft – doch sie könnte Monate dauern.

Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz auf dem Brocken werden sich die Ermittlungen noch mehrere Monate hinziehen. Ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig sagte am Sonntag, einen Zwischenbericht mit den Fakten zur technischen Untersuchung sowie den Radar- und Funkdaten werde es im Juni geben. Die Ursache für das Unglück solle in einem späteren Abschlussbericht genannt werden.

Am Freitagmorgen waren zwei Männer bei dichtem Nebel mit einem Kleinflugzeug gegen einen Mast der Brocken-Wetterwarte geflogen. Die Maschine stürzte ab und ging in Flammen auf. Beide Insassen starben. In der Nacht zum Samstag bargen Helfer des Technischen Hilfswerks die Reste der Cessna 182. Wetterbeobachter René Sosna, der am Freitag zur Unglückszeit auf dem Brocken war, berichtete, Brandflecken im Boden erinnerten noch an das Unglück.

Der 38 Jahre alte Pilot und sein 40 Jahre alter Passagier waren auf der Insel Rügen gestartet und wollten nach Hessen. Die Schadenhöhe für die Wetterwarte sollte laut Wetterbeobachter Sosna Anfang der Woche ermittelt werden. Die automatische Windmessung, die ständig Daten in das System der Wetterbeobachter eingespeist habe, funktioniere nicht mehr. Die Experten müssen nun alle 20 Minuten von Hand messen.

dpa

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