Polizeiauto mit Totalschaden

Berlin: Wilde Verfolgungsjagd und schwerverletzte Personen - Amok-Fahrer hinterlässt eine Schneise der Verwüstung

Glassplitter, eine zerstörte Fensterscheibe und eine kaputte Ampelanlage sind nach mehreren Verkehrsunfällen im Berliner Stadtteil Steglitz zu sehen.
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Der Amok-Fahrer hinterließ in Berlin eine Schneise der Verwüstung.

Ein Transporter rast durch Berlin und zerstört mehrere Autos. Die Polizei kann den Fahrer erst nach einer wilden Verfolgungsjagd verhaften.

Berlin - Der Stadtteil Steglitz-Zehlendorf ist offenbar zum Schauplatz einer Amokfahrt geworden, wie man sie eigentlich nur aus Actionfilmen kennt. Ein Transporter soll mehrere Autos gerammt, Personen verletzt und sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert haben.

Gegen Mitternacht in der Nacht auf Donnerstag wurde der Polizei in Berlin ein Transporter gemeldet, der in Schlangenlinien fuhr, berichtet B.Z. Der Fahrer soll in Steglitz einem Fahrzeug aufgefahren sein, anschließend soll er ein anderes Auto mehrmals gerammt haben. Als ihn der Fahrer zur Rede stellen wollte, soll der Lenker des Transporters ihn gepackt und einige Meter mitgeschleift haben. Das sagte er später der B.Z.

Berlin: Polizeiauto hat nach Verfolgungsjagd Totalschaden

Doch damit nicht genug. Passanten wurden auf die Aktion aufmerksam. Eine Augenzeugin soll der Verdächtige mit einer leeren Whiskeyflasche beworfen haben. Nachdem er vom Unfallort geflohen war, soll er weitere Fahrzeuge gerammt haben. Als ein Mann zu Hilfe eilte, fuhr er diesen offenbar an. Nachdem zwei Frauen eine Polizeistreife auf den Transporter aufmerksam gemacht hatten, fuhr er Berichten zufolge ungebremst auf deren Fahrzeug auf.

Die Polizei nahm schließlich die Verfolgung des Flüchtigen auf. Dabei wurde auch ihr Einsatzwagen nicht verschont. Das Polizeiauto wurde derart massiv gerammt, dass es mit einem Totalschaden liegen blieb. Zudem wurde ein Beamter verletzt. Die Szenen erinnern an eine ähnliche Verfolgungsjagd, die sich im Mai in Bayern* ereignet hatte.

Berlin: Amok-Fahrt endet auf Ampelmast

Nachdem der Amokfahrer in drei weitere Fahrzeuge gefahren war, raste er in Richtung Hindenburgdamm und rammte einen SUV. Der Aufprall war so heftig, dass der Transporter gegen eine weitere Polizeistreife stieß, über den Gehweg schleuderte und auf einem Ampelmasten liegen blieb. Die beiden Personen, die sich in dem SUV befanden, wurden teils schwer verletzt. In Berlin war bereits im vergangenen Jahr ein SUV in einen schlimmen Unfall verwickelt. Vier Menschen mussten damals sterben.

Die Polizei konnte den Fahrer, der bei dem Unfall mit leichten Verletzungen davon kam, schließlich festnehmen. Es stellte sich heraus, dass er polizeibekannt war und unter Einfluss von Alkohol und Drogen stand. In NRW konnte ein Autofahrer erst nach einer Verfolgung über 60 Kilometer festgenommen werden. (mt) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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