Oben-ohne-Fotos

Berlusconi-Blatt will Kates Busenbilder drucken

+
Foto: Die Fotos der barbusigen Kate sollen nun auch in Italien veröffentlicht werden.

London - Während Kate und William in Borneo durch den Regenwald stapfen, nimmt der Skandal um die Oben-ohne-Bilder der Herzogin neue Dimensionen an. Auch ein italienisches Magazin will die Fotos drucken. Das Blatt gehört ebenfalls zum Berlusconi-Imperium.

Die Fotos der barbusigen Herzogin Kate sollen nun auch in Italien veröffentlicht werden. Nach dem französischen „Closer“-Magazin will das italienische Klatschblatt „Chi“ die umstrittenen Bilder der Frau von Prinz William in einer Sonderausgabe zeigen. Beide Magazine gehören zum Medienimperium des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Das britische Königshaus klagt bereits in Frankreich gegen die Veröffentlichung der Bilder, die Kate (30) oben ohne im Urlaub zeigen.

Am Freitag hatte das Büro von Prinz William (30) in London angekündigt, man wolle rechtliche Schritte gegen die Veröffentlichung einleiten und versuchen, in Frankreich eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Das Magazin „Chi“ will am Montag in Italien eine 26-seitige Sonderausgabe veröffentlichen. Chefredakteur Alfonso Signorini sagte laut Nachrichtenagentur Ansa, die Bilder zeigten ein „sehr berühmtes, modernes Paar“, das ineinander verliebt sei.

Die Verlagsgruppe Mondadori, in der beide Magazine erscheinen und die zum Berlusconi-Konzern Fininvest gehört, führt Berlusconis Tochter Marina. Die Fotografen, die für Mondadori arbeiten, gelten als rücksichtslos. Im Internet kursieren sogar Paparazzi-Bilder, die angeblich die Verlagschefin selbst oben ohne zeigen, veröffentlicht in ihrem eigenen Magazin. Das deutsche „Closer“-Magazin, das in der Verlagsgruppe Bauer erscheint, ist unabhängig von den beiden Titeln. Das Blatt will die Bilder laut Pressestelle nicht drucken. Dennoch veröffentlichten erboste Leser im Internet Boykottaufrufe gegen das deutsche Magazin.

Ungeachtet des Skandals setzten William und Kate ihre Asien-Reise am Samstag fort. Sie besuchten in Malaysia einen der letzten noch unberührten Regenwälder der Welt. Im Danum-Tal in der Provinz Sabah auf Borneo trafen die beiden 30-Jährigen Wissenschaftler, die ihnen die Maßnahmen zum Schutz der Natur in der Region erläuterten. Auf dem Programm standen zudem der Besuch eines Forschungslabors und ein Gang über einen Baumkronenpfad. Kate trug einen Freizeitlook mit Wanderschuhen, beigen Hosen und einem dunkelblauen Hemd. William und Kate wollten in der Provinzhauptstadt Kota Kinabalu übernachten und am Sonntag zu den Salomonen weiterreisen. Die Reise endet am 19. September.

Clarence House, das Londoner Büro des Prinzen, hatte am Freitagabend erklärt, die Veröffentlichung der Paparazzi-Bilder sei ein Bruch der Privatsphäre. Die Veröffentlichung sei „grotesk und nicht zu rechtfertigen“.

Die Fotos in „Closer“ zeigen Kate beim Oben-ohne-Sonnenbaden auf der Terrasse eines privaten Ferienhauses in der Provence. Das Haus gehört Viscount Linley, einem Neffen der Queen und Sohn ihrer gestorbenen Schwester Prinzessin Margaret. Das Haus ist abgeschieden gelegen.

Die Chefredakteurin des französischen „Closer“-Magazins, Laurence Pieu, beteuerte, die Aufnahmen seien harmlos und zeigten lediglich ein verliebtes, frisch vermähltes Paar. Millionen junger Frauen badeten an Frankreichs Stränden oben ohne. Angeblich wurden die Bilder von einer öffentlich befahrbaren Straße aus geschossen.

Für das britische Königshaus ist es der zweite Nacktskandal innerhalb weniger Wochen. Prinz Harry war vor seiner Abreise in den Afghanistan-Einsatz in einem teuren Hotel in Las Vegas fotografiert worden, als er unbekleidet mit nackten Frauen Strip-Billard spielte. Die Bilder waren unter anderem in der „Sun“ veröffentlicht worden.

Harry hat allerdings inzwischen andere Sorgen. Am Freitag griffen die Taliban das Militärcamp in der Provinz Helmand an, auf dem die Nummer drei der britischen Thronfolge seit einer Woche stationiert ist, zwei US-Soldaten und 18 Aufständische starben. Harry war nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium in London jedoch rund zwei Kilometer von den Geschehnissen entfernt. Die Feier für seinen 28. Geburtstag am Samstag dürfte der Angriff dennoch beeinflusst haben.

dpa

812981

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare