Wickelrock statt Freizügigkeit

Bikini-Verbot bei Miss-World-Wahl

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Foto: Freizügigkeit verboten: Bei der Wahl zur Miss World werden die Kandidatinnen in diesem Jahr keinen Bikini tragen.

Jakarta - Der traditionelle Bikini-Auftritt fällt bei der diesjährigen Wahl der „Miss World“ in Indonesien aus. Um die Gefühle der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung in dem südostasiatischen Land nicht zu verletzten, dürften sich die Kandidatinnen bei dem Schönheitswettbewerb nicht zu knapp bekleidet zeigen.

Das teilten die Veranstalter am Donnerstag mit. „Die Anwärterinnen werden keine Kleidung tragen, die die kulturellen und religiösen Werte Indonesiens verletzt“, sagte ein Sprecher des für die Übertragung zuständigen TV-Senders RCTI.

Stattdessen sollen die rund 130 Frauen sich im traditionellen Sarong-Wickelrock zeigen. „Die Kandidatinnen werden bedeckt sein und dezent aussehen“, betonte der Sprecher. Zuvor hatte der muslimische Gelehrten-Rat sich gegen Indonesien als Gastgeber der Veranstaltung ausgesprochen. Der Wettbewerb könne das Land als mehrheitlich muslimische Nation beschmutzen. Die Veranstaltung findet am 28. September in einem Kongress-Zentrum außerhalb der Hauptstadt Jakarta statt.

Indonesien ist das bevölkerungsreichste islamische Land der Welt. Rund 90 Prozent der fast 240 Millionen Einwohner sind Muslime. Die Mehrheit von ihnen lehnt radikalen Islamismus ab. Doch kleine radikale Gruppen sind in den vergangenen Jahren immer präsenter geworden. Sie sorgten etwa dafür, dass vor einem Jahr ein bereits ausverkauftes Konzert der Popdiva Lady Gaga in Jakarta abgesagt werden musste, weil ihre Auftritte als pornografisch gewertet wurden.

dpa

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