Vergewaltigungsvorwürfe

Bill Cosby geht zum Gegenangriff über

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Foto: Der Schauspieler Bill Cosby auf einer Veranstaltung im Jahr 2009.

New York - Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen den Komiker Bill Cosby (78) holen dessen Anwälte zum Gegenschlag aus. Sie werfen den Medien vor, den Schauspieler als Vergewaltiger abzustempeln. Dabei habe sich Cosby genauso verhalten wie viele andere.

Ihr Mandant sei in Medienberichten falsch dargestellt worden, beschwerten sich die Anwälte des einstigen Vorzeige-Familienvaters bei einem Gericht in Pennsylvania, wie US-Medien melden. Die Berichte hätten es so aussehen lassen, als habe Cosby zugegeben, sich Frauen mit Drogen gefügig gemacht zu haben.

Cosby habe aber lediglich gesagt, dass in seinem Sexleben – wie in dem vieler anderer auch – in den 70er Jahren Drogen eine Rolle gespielt hätten, jedoch immer mit beiderseitigem Einverständnis. In den am Dienstag vor einem Gericht in Philadelphia eingereichten Dokumenten wirft Cosby außerdem einer Frau vor, gegen die Schweigeklausel des Vergleichs verstoßen zu haben.

Die "New York Times" hatte kürzlich aus zehn Jahre alten Gerichtsunterlagen des Falls zitiert. Demnach hatte Cosby damals eingeräumt, einer Frau im Jahr 1976 vor dem Sex das Beruhigungsmittel Quaaludes verabreicht zu haben.

In den vergangenen Monaten hatten mehr als 30 Frauen dem mit der Sitcom "The Cosby Show" weltbekannt gewordenen Schauspieler sexuelle Vergehen bis hin zur Vergewaltigung vorgeworfen, die teils mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Cosbys Anwältin Monique Pressley bekräftigte am Mittwoch im Fernsehsender ABC, dass der Schauspieler die Anschuldigungen zurückweise. "Die schiere Zahl der Menschen, die eine bestimmte Sache sagen, macht diese noch nicht wahr."

dpa

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