Bienen, Wölfe, Elefanten

Bingo-Umweltstiftung fördert 356 Projekte

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Die Stiftung fördert Projekte im Umwelt- und Naturschutz sowie Denkmalpflege in Niedersachsen.

Hannover - Es ist die Vielzahl kleiner Projekte, die den Umweltschutz in Niedersachsen voranbringen. Einer der Förderer ist die Bingo-Umweltstiftung des Landes. 5,8 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr - etwa für Obstwiesen, Wölfe und Schulkinder.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung hat im vergangenen Jahr Projekte im Naturschutz, der Denkmalpflege sowie der Entwicklungshilfe mit 5,8 Millionen Euro unterstützt. Das war gut eine Million Euro mehr als im Vorjahr, teilte die Stiftung am Freitag in Hannover mit. Gefördert wurden 356 Vorhaben, zum Großteil im Umweltschutz in Niedersachsen. Geld ging unter anderem an die Naturschutzverbände Nabu und BUND, die Jägerschaften, Schulen und Kommunen - etwa für die Pflege von Biotopen oder Obstbaumalleen, das Anbringen von Nistkästen oder für den Froschschutz.

Im laufenden Jahr will die Stiftung ähnlich viel Projekte mit bis zu sechs Millionen Euro fördern. Die Bingo-Umweltstiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie.

„Wichtig ist uns, dass wir auch viele kleine Projekte fördern, damit erzielen wir eine Breitenwirkung“, sagte die Vorstandsvorsitzende Anne Zachow. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung des Ehrenamts und der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. So wurden Projekte unterstützt, bei dem Schüler sich mit der Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen auseinandersetzen oder Bienenstöcke und Schulimkereien anlegen. In der Entwicklungshilfe wurde in Tansania die Ansiedlung von Bienen in der Nähe von Dörfern gefördert, in denen Elefanten die Felder der Bauern verwüsten. Der Clou dabei ist, dass Elefanten sich vor Bienen fürchten, da sie an den Augen und hinter den Ohren sehr sensibel auf Stiche reagieren.

Weiter voranbringen möchte die Bingo-Umweltstiftung das als Dachverband der Umweltstiftungen geschaffene „Naturnetz Niedersachsen“. Dieses soll im Juni den Vereinsstatus erhalten und neben einer Bündelung von Expertise auch ein gemeinsames und damit ertragreicheres Anlegen von Stiftungsgeldern ermöglichen. Die Eigenständigkeit der insgesamt rund 200 Umweltstiftungen in Niedersachsen soll darunter aber nicht leiden.

Einen besonderen Förderschwerpunkt will die Bingo-Umweltstiftung anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens im kommendem Jahr den Streuobstwiesen widmen. 450 000 Euro sollen in das Projekt fließen, bei dem man sich eine Beteiligung aus allen Landkreisen verspricht.

dpa

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