Surfer Mick Fanning spricht nach Haiangriff

"Du bist eines Tages an der Reihe"

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Foto: "Wir sind in ihrem Revier", sagt Surfweltmeister Mick Fanning nach dem Haiangriff.

Sydney - Mick Fanning kann selbst nicht verstehen, wie er überlebt hat, wie er ohne einen Kratzer aus dem Wasser kam, nachdem ihn ein Hai vor der Küste Südafrikas angegriffen hatte. Der Surfweltmeister berichtet daheim in Australien über den Angriff. Wann er ins Wasser zurückkehren wird, lässt er offen.

Als ein "Wunder" hat der australische Surf-Profi Mick Fanning sein Überleben eines Hai-Angriffs während eines Wettbewerbs bezeichnet. Der Raubfisch hatte den 34-Jährigen am Sonntag vor der südafrikanischen Küste unvermittelt attackiert, ohne ihn zu verletzen. "Ich weiß nicht, warum er nicht zugebissen hat", sagte Fanning am Dienstag nach seiner Rückkehr am Flughafen von Sydney.

Er habe gesehen, wie die Haiflosse auf ihn zugekommen sei und unter Wasser wahrgenommen, wie sich der Fisch auf die Seite gedreht habe, so wie Haie es vor dem Zubeißen täten. "Ich befand mich obenauf und habe versucht, das Brett zwischen uns zu bekommen."

Nachdem der Hai die Verbindungsleine zwischen ihm und dem Surfbrett durchtrennt hatte, war Fanning verzweifelt in Richtung Küste geschwommen. "Als mein Brett weg war, dachte ich:Das war's. Ich habe nur gewartet, dass es jetzt passiert. Einen Haiangriff ohne einen Kratzer zu überstehen, ist wirklich ein Wunder", sagte der Australier.

Seinen Angehörigen hatte der Profi mitgeteilt, nicht wieder sofort ins Wasser zurückzukehren. Aufhören wolle er aber auf keinen Fall, dazu habe ihm das Surfen zu viel im Leben gegeben. Er habe auch früher schon manchmal Haie aus einiger Entfernung gesehen. "Wir sind in ihrem Revier. Wenn du in einen Löwenkäfig steigst, bist du eines Tages an der Reihe."

dpa

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