Tunnelröhren geschlossen

Brennender Lastwagen stoppt Züge unter Ärmelkanal

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Foto: Die Fahrten der Eurostar-Züge durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal sind wegen Rauchentwicklung gestoppt worden.

London - Der Tunnel unter dem Ärmelkanal gilt als „modernes Weltwunder“. Ganz ungefährlich sind die Fahrten 40 Meter unter dem Mehresboden aber nicht. Ein brennender Lkw hat jetzt die Rauchmelder anspringen lassen und den Verkehr in beiden Röhren zum Erliegen gebracht.

Im Bahntunnel unter dem Ärmelkanal hat ein Lastwagen gebrannt und damit den gesamten Zugverkehr zum Erliegen gebracht. Nachdem CO2-Detektoren Rauch festgestellt hätten, seien alle Züge in ihre Heimatbahnhöfe zurückbeordert worden, teilte die Zug-Betreibergesellschaft Eurostar am Samstag mit. Vermutlich werde es am Samstag keinen Reiseverkehr mehr geben, die Reisenden sollten umplanen.

„Ein Feuer auf einem Lastwagen hat zur Schließung beider Tunnelröhren geführt“, sagte ein Sprecher der Polizei in der britischen Grafschaft Kent. Es gebe keine Berichte über Verletzte. Der Vorfall habe sich am Südostende des Tunnels nahe der französischen Küste ereignet. Passagiere müssten sich auf lange Wartezeiten einstellen, weil vor der Wiederinbetriebnahme das defekte Fahrzeug beseitigt und der Rauch aus dem Tunnel abgeleitet werden müsse.

Der Eurotunnel unter dem Ärmelkanal besteht aus zwei Röhren. In einer verkehren die Eurostar-Passagierzüge sowie die Shuttle-Züge mit Autos an Bord in Richtung Norden, in der anderen in der Gegenrichtung. Für Lastwagen gibt es bei der 50 Kilometer langen Verbindung, die auf 38 Kilometern Länge unter dem Meeresboden verläuft, eigene Fracht-Züge.

dpa

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