Schaurige Songs

Britney Spears als Piratenschreck

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Ihre Musik schreckt Piraten ab: Britney Spears.

Hannover/London - Ihre Songs „Oops! I Did It Again“ und "Baby One More Time" waren in den Neunzigern Welthits. Heutzutage mag sie nicht mehr jeder. Besonders schrecklich scheinen somalische Piraten die Musik von Britney Spears zu finden. Das nutzt die britische Marine zur Gegenwehr.

Okay, der Beat ist recht eintönig, und ihr Hit „Ops! I did it again“ ist nicht gerade eine lyrische oder stimmliche Meisterleistung. Gerade deshalb aber haben es die Popsongs von Britney Spears nun zu einer ganz besonderen Verwendung gebracht. Die US-Sängerin ist die neuste Waffe gegen Piraten am Horn von Afrika. Wenn sich die Angreifer mit ihren kleinen Schnellbooten Frachtern nähern, richten britische Schiffe keine Kanonen, sondern Lautsprecher auf die Angreifer. Und spielen Britney Spears.

„Diese Typen können die westliche Musik nicht ausstehen“, sagte Rachel Owens, britische Offizierin der Handelsmarine, nun dem „Mirror“. „Sobald die Piraten eine Dosis von Britney abbekommen, ziehen sie schnell weiter.“ Die 34-Jährige begleitet Schiffe auf der Fahrt durch die gefährlichen Gewässer an der ostafrikanischen Küste, wo in den vergangenen Jahren Hunderte Piratenangriffe verzeichnet wurden. Spears, mit ihrem wummernden Rhythmus und dem sexy Tanz, sei für die Piraten der Inbegriff der verhassten westlichen Kultur. „Das ist so effektiv, dass das Schiff nur noch selten schwere Geschütze auffahren muss.“

Popmusik spielt vor allem beim Militär schon länger eine Rolle. In geheimen US-Gefängnissen im Irak etwa folterte die CIA nach Angaben von Human Rights Watch Terrorverdächtige mit tagelanger Rapmusik von Eminem und Dr. Dre. Guantanamo-Häftlingen soll bei Verhören stundenlang der Metallica-Song „Enter Sandman“ in voller Lautstärke vorgespielt worden sein.

Stundenlang laut abgespielt, löst die Musik Experten zufolge Adrenalinschübe und Stress aus. Was Diskobesucher begrüßen, macht Gefangene körperlich wie geistig mürbe. „No-Touch-Turture“, berührungslose Folter, nennen Fachleute diese Verhörmethode.

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