Verdächtiger Taschenfund

Bundesanwalt bestätigt: Sprengsatz in Bonn war „höchst gefährlich"

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Foto: Mit einem Phantombild sucht die Polizei nach dem Täter.

Bonn - Der im Bonner Hauptbahnhof gefundene Sprengsatz war nach Angaben der Bundesanwaltschaft höchst gefährlich. In der am Montag entdeckten Tasche hätten sich ein Metallrohr mit Ammoniumnitrat sowie Butangaskartuschen befunden.

Die Butangaskartuschen seien um das Metallrohr gebunden gewesen, sagte der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum am Mittwoch in Karlsruhe und bestätigte damit entsprechende Zeitungsberichte. „Es war ein höchst gefährlicher Sprengsatz."

Ob die Bombe tatsächlich funktionsfähig war, sei aber noch nicht geklärt. Zwar sei eine Zündvorrichtung mit einem batteriebetriebenen Wecker gefunden worden, aber noch kein Zünder, sagte Griesbaum. Für eine Explosion sei jedoch eine Initialzündung erforderlich. Es könnte sein, dass ein Zünder bei der Entschärfung zerstört oder weggeschleudert wurde. Die kriminaltechnische Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Griesbaum.

Die Bundesanwaltschaft hat bislang die Ermittlungen noch nicht an sich gezogen. Es bestünden keine ausreichenden Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund, sagte Generalbundesanwalt Harald Range. Bis auf weiteres bleiben die Ermittlungen damit bei der Staatsanwaltschaft Bonn.

Zwei jugendliche Zeugen hätten am Bahnhof einen Mann beobachtet, der die Sporttasche nach ihren Angaben direkt vor ihnen abgestellt habe, erläuterte Griesbaum. „Interessant, dass aus der Tasche blaue Drähte herausragten und dass man auch durch die geöffnete Tasche sehen konnte: Kabel, längliche Behältnisse und einen Wecker."

dpa

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