Hannovera in Göttingen

Burschenschaft schließt Neonazi aus

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Distanzierung von nationalsozialistischen Äußerungen: Die Göttinger Burschenschaft hat eines ihrer Mitglieder suspendiert.

Göttingen - Die Göttinger Burschenschaft Hannovera hat eines ihrer Mitglieder wegen nationalsozialistischer Äußerungen in einem Internetforum ausgeschlossen. Die Mitgliederversammlung habe am Montagabend bei ihrem Convent zum Semesterbeginn einstimmig für den Ausschluss des Studenten votiert.

So heißt es in einer Mitteilung der schlagenden Studentenverbindung. Die Verbindung distanziere sich ausdrücklich von dessen politischen Äußerungen.

Die Burschenschaft reagierte damit auf Medienberichte, wonach der Student unter dem Spitznamen „Langemarck“ in Internetforen unverhohlen seine nationalsozialistische Gesinnung zum Ausdruck gebracht haben soll. Unter anderem soll er in einem Beitrag anlässlich des Geburtstages von Adolf Hitler geäußert haben: „Unser Führer und der Nationalsozialismus leben in unseren Herzen weiter. Sein Licht brennt auch in dieser tiefen Dunkelheit und verhilft manchen Deutschen zu etwas Wärme und Hoffnung.“ Außerdem soll er einer der Administratoren einer rechtsextremen Internetseite des österreichischen Neonazis und Holocaustleugners Gottfried Küssel gewesen sein.

Die übrigen Mitglieder der Hannovera hätten keine Kenntnis von den Beiträgen des Studenten gehabt, sagte der Vorsitzende des Altherren-Vorstandes der Burschenschaft, Jürgen Hoffmann. Nach Bekanntwerden der Veröffentlichungen habe man ihn sofort suspendiert.

pid

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