JVA Bremervörde

Busemann eröffnet erstes Privat-Gefängnis in Niedersachsen

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Foto: In Niedersachsen wurde am Donnerstag das erste teilprivatisierte Gefängnis eröffnet.

Bremervörde - Ein kleiner Kühlschrank, ein Flachbildschirm und ein kleines Bad mit Toilette und Waschbecken gehören zur Standardausstattung – in der neuen Justizvollzugsanstalt Bremervörde ist jeder Gefangene künftig in einer knapp zehn Quadratmeter großen Einzelzelle untergebracht. Am Donnerstag ist Niedersachens erstes teilprivatisiertes Gefängnis eröffnet worden.

Für Dienstleistungen rund um den Gefängnisbetrieb wie Küche, Werkstätten, Reinigung und Ausbildung sind Privatfirmen zuständig. Aufgaben mit hoheitlichen Befugnissen, etwa die Beschneidung der Grundrechte der Gefangenen durch das Wegsperren, übernehmen Landesbedienstete. Für 286 Millionen Euro ist auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne ein hochmoderne Anstalt mit bis zu 300 Haftplätzen entstanden. 84 der insgesamt 148 Mitarbeiter sind Landesbedienstete, die übrigen 64 privat Beschäftigte.

„Dies ist ein guter Tag, für die Stadt, die Region und den niedersächsischen Justizvollzug", sagte Justizminister Bernd Busemann (CDU) beim Festakt zur Eröffnung in der Sporthalle des Gefängnisses. „Für die Stadt, weil eine große brachliegende Fläche in Bremervörde jetzt sinnvoll nachgenutzt wird, für die Region, weil viele neue Arbeitsplätze entstanden sind und auch das heimische Handwerk und die Dienstleister profitieren werden. Und für dasLand,weil wir neue, innovative Wege im Vollzug gehen."

Es gebe jetzt keine weißen Flecken auf der JVA-Landkarte mehr, sagte Busemann. Ältere kleinere Haftanstalten in Cuxhaven, Achim und Stade werden im Gegenzug geschlossen.

Noch sind die Einzelzellen leer. Aber Ende des Monats kommen die ersten Insassen – 25 Untersuchungshäftlinge aus Stade.

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