Ernennung durch Innenminister

Buxtehude jetzt offiziell wieder „Hansestadt“

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Buxtehude (Kreis Stade) darf sich offiziell wieder Hansestadt nennen.

Buxtehude - Buxtehude (Kreis Stade) darf sich offiziell wieder Hansestadt nennen. Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat der Stadt die Urkunde über die Verleihung des Titels am Montagnachmittag übergeben.

Wichtigste Gründe dafür seien, dass die Hansezeit das Stadtbild von Buxtehude besonders präge und die Bürger sich damit identifizierten, sagte Pistorius. Bis heute führe der Fleth-Kanal vor Augen, wie ein Hafen zur Hansezeit ausgesehen habe. Buxtehude ist die 24. Stadt in Deutschland und die dritte in Niedersachsen, die den Zusatz "Hansestadt" im Namen führt. Davon erhofft sie sich vor allem einen Aufschwung für den Tourismus.

Buxtehude, 1285 vom Bremer Erzbischof Giselbert gegründet, war seinerzeit die erste deutsche Stadt, die planmäßig um ein zentrales Hafenbecken herum gebaut wurde. Die historische, beeindruckende Altstadt habe dazu beigetragen, dass sich die Menschen noch weit nach der hansischen Zeit mit dieser Tradition verbunden fühlten, sagte Pistorius. Er lobte auch die aktive Mitarbeit von Buxtehude im 1980 gegründeten Städtebund „Die Hanse“, dem 181 Hansestädte aus 16 Ländern angehören. „Dieses Bündnis fördert den Dialog zwischen europäischen Ländern und Kulturen“, sagte der Minister.

Buxtehude darf den Titel „Hansestadt“ künftig auf amtlichen Papieren und Ortsschildern führen. Die Stadt hatte bereits 2008 versucht, wieder Hansestadt zu werden, war mit dem Antrag jedoch gescheitert. Im vergangenen Jahr unternahm die Stadt einen neuen Anlauf. Zuvor hatte sie ihre Klage gegen eine Brücke über die Este im Zuge des Baus der Autobahn A 26 zurückgezogen. Bürgermeister Jürgen Badur(CDU) verspricht sich vom Zusatz Hansestadt einen Imagegewinn und Zuwachs für den Tourismus. Im Rahmen eines Hansefestes war am Wochenende im Hafen der Stadt eine Barkasse mit dem Namen "Hansestadt Buxtehude" getauft worden, mit der Passagiere über die Este und Elbe schippern können.

dpa

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