Hells Angels

Elf Charter bereits verboten

- Ein bundesweites Verbot der Hells Angels gibt es derzeit nicht. Einige Bundesländer haben aber Ortsgruppen des Rockerklubs aufgelöst. Bereits im Jahr 1983 wurde das Charter in Hamburg verboten. 2001 verhängte Nordrhein-Westfalen ein Verbot gegen die Hells Angels in Düsseldorf.

In jüngster Vergangenheit wurden die Charter in Flensburg (2010) sowie in Pforzheim und die beiden in Frankfurt am Main bestehenden Charter verboten (2011). In diesem Jahr schlossen die Behörden die Ableger der Höllenengel in Kiel und in Köln. In allen Verbotsverfahren konnten den Mitgliedern massive Straftaten wie beispielsweise Verstöße gegen das Waffengesetz nachgewiesen werden.

Die Hells Angels selbst haben in diesem Jahr bereits einige andere Klubs aufgelöst. Neben dem Charter in Hannover sind die Ortsgruppen in Berlin, in Potsdam, in Bremen und das Charter Southport, das trotz des Verbots in Hamburg aktiv war, geschlossen worden. Welche Auswirkungen die Auflösungen der Klubs haben werden, ist unklar. Einige der ehemaligen Mitglieder des hannoverschen Vereins sollen sich bereits anderen Chartern angeschlossen haben. Die Ermittler befürchten, dass in den betroffenen Städten eine ähnliche Situation wie in Hamburg entstehen könnte. Dort gibt es die Hells Angels seit Jahren offiziell nicht mehr. Sie machen allerdings weiterhin auf der Reeperbahn ihre Geschäfte. Wie in Hannover verzichten die Rocker zwar darauf, in der Hansestadt ihre Klubinsignien öffentlich zur Schau zu stellen und damit zwangsläufig die Staatsmacht herauszufordern. Doch wenn rund um den Hans-Albers-Platz von „Rot-Weiß“ die Rede ist, wissen die meisten, dass damit die Farben der Höllenengel gemeint sind.

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