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Corona-Medikament: Bundesregierung kauft eine Million Packungen - Lauterbach ist begeistert

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In Deutschland gelten rund um Silvester strenge Regeln. Die Bundesregierung kauft große Mengen eines Corona-Medikaments. Die Coronavirus-Pandemie im News-Ticker.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Infos und Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland lesen Sie in diesem News-Ticker. +++

Update vom 28. Dezember, 15.34 Uhr: Angesichts der Corona-Lage erscheinen klare Regelungen im Hinblick auf eine drohende Triage in deutschen Krankenhäusern als notwendig. Müssen Ungeimpfte womöglich damit rechnen, bei Engpässen in den Intensivstationen bald benachteiligt zu werden? Experten fällen in der kontroversen Debatte ein klares Urteil*.

Update vom 28. Dezember, 13.10 Uhr: Ist dieses Mittel ein neuer Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das Coronavirus und die hochansteckende Omikron-Variante? Wie mehrere Medien an diesem Dienstagmittag übereinstimmend berichten, kauft die Bundesregierung eine Million Packungen des Medikaments Paxlovid der US-Firma Pfizer. Dieses soll besonders wirksam gegen schwere Covid-Verläufe sein. Das sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Mit ersten Lieferungen werde noch im Januar gerechnet, erklärte der Ressortleiter aus Berlin.

„Das Medikament ist extrem vielversprechend, weil es in der frühen Gabe den schweren Verlauf von Covid deutlich abschwächen kann. Ich rechne damit, dass wir damit zahlreiche schwere Verläufe auf den Intensivstationen verhindern können“, erklärte Lauterbach weiter: „Langsam wird Covid durch eine Kombination von immer wirksameren Impfstoffen und Behandlungsmöglichkeiten zu einer Krankheit, die ihren Schrecken verlieren wird.“

Es werde mit allen Arzneimittelherstellern zusammengearbeitet, die entsprechende Medikamente entwickelten, meinte der Rheinländer in einer Presse-Stellungnahme weiter: „Mir ist es lieber, dass wir mit schnellem Impfen und wirksamen Arzneimitteln, diesen Kampf führen, als dass wir die Schulen schließen müssen.“

Bundesgesundheitsminister: Karl Lauterbach von der SPD.
Bundesgesundheitsminister: Karl Lauterbach von der SPD. © Chris Emil Janßen/Imago

Corona-Pandemie: Tausende Demonstranten gehen in deutschen Städten auf die Straße

Update vom 28. Dezember, 10.54 Uhr: Seit Dienstag greifen in weiteren Bundesländern härtere Corona-Maßnahmen, hauptsächlich im Hinblick auf Silvester. Strengere Kontaktbeschränkungen gelten nun auch in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. In anderen Bundesländern wurden vergleichbare Maßnahmen bereits früher umgesetzt, um so das Infektionsgeschehen einzudämmen.

In zahlreichen deutschen Städten sind wieder Tausende von Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens zu demonstrieren. Nicht überall liefen die Proteste friedlich ab, mancherorts gab es Eskalationen - wie in Bautzen (Sachsen).

Corona in Deutschland: NRW weicht in einem Punkt von Beschluss ab

Update vom 28. Dezember, 7.30 Uhr: Das Bundesland NRW weicht in einem wichtigen Punkt von dem Corona-Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz ab. Dort wurde beschlossen, dass künftig Personen mit einer Booster-Impfung gleichzusetzen seien mit doppelt Geimpften, die einen negativen Corona-Test vorweisen können – bekannt als 2G-Plus.

Eine Sprecherin von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte gegenüber der Rheinischen Post: „NRW hat sich mit Blick auf das Infektionsgeschehen entschieden, 2G-plus nur in sehr ausgewählten Bereichen anzuwenden.“ In Bereichen, in denen keine Maske getragen werden könne, sei es auch für geboosterte Menschen geboten, einen aktuellen Corona-Test vorzulegen, „um diese Bereiche und Settings für alle Beteiligten möglichst sicher auszugestalten“.

Corona-Regeln in Deutschland: Infektionen sinken - Maßnahmen vor Silvester angezogen

Update vom 28. Dezember, 7 Uhr: Ab Dienstag gelten in ganz Deutschland die von Bund und Ländern kürzlich beschlossenen Kontaktbeschränkungen. Drinnen und draußen dürfen sich dann nur noch bis zu zehn Geimpfte und Genesene zusammen aufhalten. Bei den Ungeimpften dürfen sich die Angehörigen eines Haushaltes nur noch mit zwei weiteren Menschen treffen. Clubs und Diskotheken werden geschlossen. Für Freizeit, Kultur und Einzelhandel gilt weiter die 2G- oder 2G-Plus-Regel. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs.

In einigen Ländern waren verschärfte Corona-Regeln bereits zuvor in Kraft getreten. Bund und Länder hatten sich bei ihrem Spitzentreffen am 21. Dezember darauf verständigt, dass die Regelungen spätestens am 28. Dezember in ganz Deutschland gelten sollen. In einigen Ländern gelten weitergehende Regeln, etwa Sperrstunden in der Gastronomie.

Update vom 28. Dezember, 6.50 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 215,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte die bundesweite Inzidenz bei 222,7 gelegen, vor einer Woche bei 306,4 (Vormonat: 452,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 21 080 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.22 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 23 428 Ansteckungen gewesen.

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 372 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 462 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 026 369 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Corona-Tests
Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 3,26 (Sonntag 3,31) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 6 217 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 110 805.

Update vom 27. Dezember, 22.45 Uhr: Die Omikron-Variante macht weiter große Sorgen. Kommt es an Silvester wegen der Corona-Pandemie verstärkt zu Zugausfällen bei der Deutschen Bahn (DB) und regional? Die Eisenbahngewerkschaft EVG stellt kurz nach Weihnachten eine Forderung.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Wieder Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen

Update vom 27. Dezember, 21.52 Uhr: In Schwerin, Rostock, Cottbus, Freiberg, Magdeburg, Saarbrücken und zahlreichen anderen Orten kam es am Wochenende zu Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. In Magdeburg und Cottbus waren laut Polizeiangaben jeweils rund 3000 Menschen auf den Straßen. In den meisten anderen Städten lag die Anzahl der Protestierenden darunter: In Schwerin waren es etwa 2700 Menschen, in Halle 1500, in Wolfsburg hatte der Protestmarsch 800 Teilnehmer. Zu einem Zwischenfall kam es in Bautzen. Dort wollten Einsatzkräfte nach Polizeiangaben einen Aufzug stoppen. Dabei seien sie „massiv“ mit Feuerwerkskörpern und Flaschen beworfen worden, schrieb die Polizei auf Twitter, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete.

Im Gegensatz dazu: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag wurden am Sonntag rund 65.000 Impf-Dosen verabreicht (Stand: 27. Dezember/9.15 Uhr). Am Samstag waren es rund 35.000 Stiche, der bisherige Rekord wurde am 15. Dezember mit insgesamt 1,6 Millionen verabreichten Impf-Dosen erreicht.

Wegen Omikron: Aus für klassischen Rosenmontagsumzug in Köln im Jahr 2022

Update vom 27. Dezember, 16.26 Uhr: Der Rosenmontagsumzug in Köln kann voraussichtlich wegen der Prognosen zur Omikron-Variante des Coronavirus im kommenden Jahr nicht stattfinden. Bereits Mitte Dezember war entschieden worden, dass der Großteil des Sitzungskarnevals in Nordrhein-Westfalen auch in der laufenden Saison 2021/22 wegen Corona ausfällt. Das Festkomitee Kölner Karneval teilte nun am Montag mit, dass derzeit Alternativen zum klassischen Zug Ende Februar geprüft würden. Vor der Corona-Pandemie nahmen üblicherweise Hunderttausende Zuschauer an dem Karnevals-Event teil.

Im kommenden Jahr sollen wie schon 2021 Persiflagewagen an verschiedenen Stellen in Köln zu sehen sein. Darauf einigte sich die Landesregierung mit Vertretern des organisierten Karnevals. Die Stadt Düsseldorf hatte zuvor den Rosenmontagszug um mehrere Monate nach hinten verschoben und plant den Umzug derzeit für den 29. Mai ein. Das Festkomitee Kölner Karneval war gegen eine solche Verschiebung des Umzugs in der Stadt Köln.

60 Prozent der Kliniken in Deutschland erwarten in diesem Jahr finanzielle Verluste

Update vom 27. Dezember, 15.10 Uhr: Der Anteil von Kliniken, die rote Zahlen schreiben, hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach erwarten 60 Prozent der Kliniken in Deutschland in diesem Jahr finanzielle Verluste. Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser befindet sich damit auf dem schlechtesten Stand seit 20 Jahren.

Lage in Krankenhäusern überwiegend „unbefriedigend“

In der Umfrage „Krankenhaus-Barometer“ sollten die Krankenhäuser auch ihre wirtschaftliche Situation zum Erhebungszeitpunkt im Frühjahr 2021 beurteilen. Nur noch etwa jedes zehnte Krankenhaus stufte die wirtschaftliche Lage als eher gut ein. Über die Hälfte (55 Prozent) bewerteten die wirtschaftliche Lage als eher unbefriedigend, 34 Prozent waren unentschieden. Im neuen Jahr erwartet jedes fünfte Krankenhaus (22 Prozent) eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Eine „so düstere Lage“ habe es seit Beginn der Erhebung noch nicht gegeben, erklärte die Krankenhausgesellschaft laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP.

Ein Grund für die schlechte wirtschaftliche Situation ist die geringere Auslastung der Krankenhäuser. Planbare Operationen waren wegen der Pandemie* verschoben worden, um Behandlungskapazitäten für Corona-Erkrankte freizuhalten. Zudem würden viele Menschen aus Angst vor einer Corona-Infektion Arztbesuche meiden. Zum Befragungszeitpunkt beklagte jedes zweite Krankenhaus eine geringere Auslastung als im Vorjahr. Die dramatische wirtschaftliche Lage der Kliniken mache [...] deutlich, dass die konkrete Umsetzung der Finanzierungsreform keinen Aufschub mehr dulde, so DKG-Vorstandschef Gerald Gaß.

Deutschland fehlen rund 22.000 Pflegekräfte

Hinzu kommt der Mangel an Pflegekräften. Deutschlandweit sind über 22.000 Pflegestellen offen und damit rund dreimal mehr als noch 2016. Vier von fünf Kliniken haben Schwierigkeiten, Personal für die offenen Pflegestellen auf ihren Allgemein- und Intensivstationen zu finden. Der Pflegepersonalmangel sei „das drängendste Problem der Gesundheitspolitik“ und müsse „nach ganz oben auf die politische Tagesordnung“, forderte Gaß. 

„Über die Höhe der Vergütung und die Anzahl der Ausbildungsplätze, um genug Pflegenachwuchs für die Kliniken zu bekommen, entscheiden die Kliniken selbst“, erklärte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes. Die Kosten für Pflegepersonal bekämen die Kliniken vollständig finanziert. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft müsse selbst handeln und nicht immer nur auf andere zeigen.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hingegen wies darauf hin, dass auch die Arbeitsbedingungen entscheidend seien, um den Fachkräftemangel in der Pflege zu lösen. Dazu gehören etwa die Verlässlichkeit von Schichtplänen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Infektiologe: „Corona-Wellen werden flacher werden“

Update vom 27. Dezember, 12:51 Uhr: Die Corona-Wellen werden nach Ansicht des Jenaer Infektiologen Mathias Pletz im Jahr 2022 abnehmen. „Die Wellen werden immer flacher werden, auch wenn neue Varianten kommen, weil einfach schon eine gewisse Grundimmunität da ist“, sagte der Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena der Deutschen Presse-Agentur.

Die Spanische Grippe habe etwa gezeigt, dass so ein Virus nie ganz verschwinden werde. „Aber irgendwann wird es dann schwere Verläufe nur noch in dem Maße geben, dass sie für das Gesundheitssystem zu bewältigen sind.“ Das Grundproblem bei Corona sei gewesen, dass das Virus zu Beginn der Pandemie auf eine Bevölkerung mit keinerlei Immunität getroffen sei. „Das war wie ein Streichholz in eine Benzinlache zu werfen.“

Mit Blick auf die Omikron-Variante sei nun ein optimistisches Szenario, dass die Mutante auf eine weitgehend geboosterte Bevölkerung trifft und die daraus resultierenden Verläufe sehr leicht sind. „Und dass es dadurch eine Hybridimmunität gibt - also eine Immunität, die sich aus Impfung und Infektion zusammensetzt.“ Wichtig sei anzuerkennen, dass durch Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten die Ausbreitung von Omikron langfristig nicht verhindert werden könne. „Das wird nicht möglich sein. Aber wir können die Ausbreitung verlangsamen. Und wir müssen uns natürlich die Zeit, die wir uns damit erkaufen, nutzen, um so viele Menschen wie möglich zu boostern.“

Impfungen in Schulen? Künftige Kultusministerkonferenz-Präsidentin ist dafür

Update vom 27. Dezember, 12.20 Uhr: Die künftige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), ist für Impfungen gegen Corona in Schulen. Sie verwies auf gute Erfahrungen im Norden. „Schleswig-Holstein war Anfang August das erste Land mit flächendeckenden Impfungen an weiterführenden Schulen“, sagte Prien, die Bildungsministerin in dem Bundesland ist, dem Handelsblatt. „Bei uns sind schon mehr als 70 Prozent der 12- bis 17-Jährigen zumindest einmal geimpft, damit liegen wir ganz weit vorn.“

Schleswig-Holstein übernimmt 2022 die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). Prien folgt als Präsidentin auf Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Prien, die auch Vize-Vorsitzende der CDU werden möchte, ist gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien, wie sie etwa das Robert Koch-Institut (RKI) gefordert hatte. „Für eine solche flächendeckende Schulschließung in allen Bundesländern gibt es aus meiner Sicht weder eine Rechtsgrundlage, noch eine sachliche Begründung.“

Coronavirus: 65.000 Impfungen am Sonntag in Deutschland

Update vom 27. Dezember, 10.52 Uhr: Am zweiten Weihnachtstag sind in Deutschland noch einmal Tausende Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden, allerdings weniger als an Tagen vor den Feiertagen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag wurden am Sonntag rund 65.000 Dosen verabreicht (Stand: Montag, 9.15 Uhr). Am Samstag waren rund 35.000 Spritzen gesetzt worden. Der bisherige Rekord war am 15. Dezember mit insgesamt 1,6 Millionen Dosen erzielt worden. Mindestens 58,9 Millionen Menschen sind nach den Angaben vom Montag bisher zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 70,8 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Mindestens 30 Millionen Menschen (36 Prozent) haben zusätzlich einen „Booster“ erhalten. Bei den Auffrischungsimpfungen steht das Saarland an der Spitze (42,6 Prozent), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (39,0 Prozent) und Niedersachsen (38,9 Prozent). Das Schlusslicht bildet Sachsen (28,4 Prozent). Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, „da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann“. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Corona in Deutschland: Verschärfte Regeln ab Montag für mehrere Bundesländer - Bayern zieht Dienstag nach

Erstmeldung vom 27. Dezember, 8.04 Uhr: Berlin - Die Weihnachtsfeiertage sind vorüber, das Virus machte während der letzten Tage jedoch keine Pause. An diesem Montag werden in mehreren Bundesländern die Corona-Maßnahmen verschärft, vereinzelt gelten somit nach den Feiertagen härtere Beschränkungen. Kontakte im öffentlichen Leben werden angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante teilweise weiter eingeschränkt

In vier Bundesländern treten die strengeren Regeln in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Kraft. Am Folgetag ziehen mehrere Länder, darunter Bayern, nach und setzen die Maßnahmen um, auf die sich Bund und Länder zuvor verständigen. So setzt Baden-Württemberg nun auf Gastro-Sperrstunden von 22.30 Uhr bis 5:00 Uhr morgens, Silvester gilt diese erst ab 1.00 Uhr.

Zwar sanken die Fallzahlen zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern, trotzdem werden hier die Schutzvorkehrungen ab Montag angepasst. Dies schließt die flächendeckende Schließung von Kinos, Theatern, Museen, der Innenbereiche von Zoos, Schwimmbädern und anderen Freizeiteinrichtungen ein. Da die Corona-Ampel für das Land über mehrere Tage auf Rot stand und mit der Omikron-Variante bereits die nächste Welle lauert, wurden die Schließungen angeordnet.

Bundespressekonferenz in Berlin
Wie Karl Lauterbach bestätigte, soll die gesetzte Impf-Marke für dieses Jahr geknackt worden sein. © Chris Emil Janssen/imago-images

Corona in Deutschland: Impf-Ziel für 2021 laut Lauterbach bereits erreicht

Ab Montag gilt in Brandenburg für Geimpfte und Genesene mindestens bis zum 11. Januar bei privaten Treffen drinnen oder draußen eine Obergrenze von zehn Personen. Die Regeln bleiben unverändert, sollte eine Person im Haushalt ohne Corona-Impfung dabei sein. Dann dürften bei privaten Treffen nur bis zu zwei Personen eines anderen Haushalts hinzukommen, Kinder unter 14 fallen nicht unter die Regel. Auch in Niedersachsen dürfen sich nur noch Gruppen von bis zu zehn geimpften oder genesenen Personen treffen - ohne Kinder.

Während es über die Feiertage auch zu Protesten gegen die Maßnahmen in mehreren Bundesländern kam, ließen sich viele Menschen gegen das Coronavirus impfen. Das Mitte November gesetzte Ziel von 30 Millionen Impfungen bis Jahresende wurde erreicht, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Sonntag mitteilte. Insgesamt wurden in Deutschland 147 Millionen Impfdosen verabreicht.

Am Montagmorgen veröffentlichte das Robert-Koch-Institut zudem die neuen Zahlen nach den Feiertagen. Trotz der geringen Test- und Meldeaktivität stieg die bundesweite Sieben-Tages-Inzidenz, zuvor war der Wert lange gesunken. Am Montagmorgen betrug er 222,7, am Vortag lag er bei 220,7. Eine Woche zuvor lag die Inzidenz bei 315,4. Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 13.908 Neuinfektionen sowie 69 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus, damit stieg die Zahl der Corona-Toten auf 110.443 an. (ajr) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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