Schulen in der Corona-Krise

Schüler schlagen Alarm: So unhaltbar sind aktuell die Zustände an Schulen in Baden-Württemberg

Schüler sitzen in einer Schule in Baden-Württemberg - wegen den Verordnungen und dem Mindestabstand stehen die Tische weit auseinander.
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Schülervertreter fordern genauere Regeln für den Unterricht in Corona-Zeiten

Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu drastischen Einschränkungen des täglichen Lebens. Auch Schulen in Stuttgart setzten den Unterricht aus. Nach der Lockerung fordern Schülervertreter nun genauere Regeln im Umgang mit Covid-19.

  • Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg setzten Schulen den Unterricht für einige Wochen aus. Schüler lernten von zu Hause aus und wurden oftmals nicht benotet.
  • Seit der Wiedereröffnung besuchen einige Schüler die Einrichtungen wieder. Das gilt jedoch ausschließlich für Schüler die dieses oder kommendes Jahr Abschlussprüfungen absolvieren.
  • Wegen der unklaren Regeln zum Unterricht in Zeiten von Corona, fordern die Schülervertreter jetzt einen genaueren Plan für die kommenden Wochen und Monate.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) führte zur Schließung von Geschäften, Bibliotheken und Bildungseinrichtungen. Neben der Schließung von Universitäten und Hochschulen, kam es auch in Stuttgart zu Schulschließungen wegen des Coronavirus* und der Unterricht wurde für mehrere Monate ausgesetzt.

Die Schüler lernten von zu Hause aus und konnten nicht aktiv am Schulgeschehen teilnehmen. Schülervertreter fordern nun klarere Regeln für den weiteren Unterricht in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg. „Momentan geht es an den Schulen drunter und drüber“, sagte Leandro Cerqueira Karst, der Vorsitzende des Landesschülerbeirats, am Mittwoch zur Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Coronavirus in Baden-Württemberg: Wie sieht der Unterricht an den Schulen in der Corona-Krise aus?

Nach dem Lockdown wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg öffneten die Schulen am 4. Mai ihre Türen wieder. Jedoch nur unter strenger Einhaltung der Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz*. Das Kultusministerium Baden-Württemberg definierte diese Vorgaben (Stand 22. April).

Die Abstandsregelung von 1,5 Metern zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg muss an den Schulen eingehalten werden. Seit Ende April gilt wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht*. Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske in der Schule ist jedoch nur dann notwendig, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Das dauerhafte Tragen der Masken, auch während des Unterrichts, ist jedoch möglich. Ein weitere wichtige Vorgabe ist die gründliche und regelmäßige Handhygiene. Nicht alle Schüler dürfen trotz der Vorgaben den Unterricht besuchen. Die Lockerung gilt nur für Schüler, die dieses oder kommendes Jahr die Prüfungen ablegen.

Am 18. Mai begann der Unterricht auch an Grundschulen wieder. Bisher gehen nur die Schüler der vierten Klassenstufe wieder in die Schule. Die Regierung plant, die Vorgaben zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg auch an den Schulen weiter zu lockern. Nach den Pfingstferien, ab dem 15. Juni, können auch die anderen Klassenstufen der Grundschulen wieder am Unterricht teilnehmen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schüler können teilweise nicht benotet werden

Durch die Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg* herrscht Chaos an den Schulen. Manche Schüler werden benotet, andere nicht. „Schüler und Lehrer fühlen sich etwas alleingelassen“, sagte Leandro Cerqueira Karst der dpa. Die Schülervertreter fordern klarere Regeln und wünschen sich vor allem eine Richtlinie zur Benotung der Schüler, die weiter von zu Hause aus lernen müssen. Wenn die Schüler auch nach den Sommerferien noch nicht aktiv am Unterricht teilnehmen könnten, müsse eine technische Möglichkeit zur Benotung der Leistungen eingeführt werden. Die Schüler bräuchten dann aber auch die entsprechende technische Ausstattung, sagte Cerqueira Karst.

Der Landtagsfraktionschef Andreas Schwarz (Grüne) forderte bereits im Vorfeld genauere Regeln für das Lernen zu Hause in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg. „Wenn das Klassenzimmer ins Netz verlegt wird, müssen dieselben Regeln gelten wie in der Schule“, sagte Schwarz zu seiner Forderung. Bisher werden nur die Schüler benotet, die auch in den Schulen präsent sind. Eine System, um auch Schüler zu benoten, die zu Hause lernen, existiert derzeit noch nicht.

*BW24 ist Teil des Ippen-Digital Redaktionsnetzwerks.

Laut einer Studie der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg werden die Kinder im Bundesland immer dicker. Der Test ergab aber auch, dass die Kinder in Baden-Württemberg sieben Prozent fitter sind als der bundesweite Durchschnitt.

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