Bittere Nachricht in der Pandemie

„Einige Fragen offen“: Zweiter Corona-Impfstoff soll zugelassen werden - dann folgt der Dämpfer

Der Corona-Impfstoff von Moderna soll früher als geplant zugelassen werden - doch dann folgt der nächste Dämpfer im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Der Impf-Start gegen Corona* verläuft schleppend und mit Pannen.
  • Mediziner, Politiker und Wirtschaftsvertreter fordern schneller mehr Impfstoff gegen das Coronavirus*.
  • Der Impfstoff des amerikanischen Herstellers Moderna soll schneller als gedacht zugelassen werden - doch dann gibt es den nächsten Dämpfer.

Update vom 4. Januar, 20.45 Uhr: Diese Nachricht ist ein Dämpfer. Und der nächste Rückschlag beim europäischen Bestreben, mehr Coronavirus-Impfstoff schneller auf den Markt zu bringen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Entscheidung über die Empfehlung eines zweiten Corona-Impfstoffes für die EU auf Mittwoch verschoben.

Der Expertenausschuss der EMA war an diesem Montag zwei Tage früher als geplant zusammengekommen, um über die Zulassung des US-amerikanischen Herstellers Moderna zu beraten. Dabei seien einige Fragen offen geblieben, sagte der niederländische Vertreter in dem Ausschuss. Welche, das ließ er offen.

Die EU hatte bei Moderna 160 Millionen Impfstoffdosen bestellt, davon entfielen laut Ärzteblatt 50,5 Millionen Dosen auf Deutschland.

Soll vor der Zulassung stehen: der Corona-Impfstoff von Moderna.

Corona-Impfstoffe für Deutschland: Wird das Mittel von Moderna jetzt zugelassen?

Erstmeldung vom 4. Januar: München/Amsterdam - Kommt Bewegung in den schleppenden Corona-Impf-Start?

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, soll der Coronavirus-Impfstoff* des amerikanischen Herstellers Moderna noch an diesem Montag in der Europäischen Union (EU) zugelassen werden.

Coronavirus-Impfungen in Deutschland: Moderna-Impfstoff gegen Corona soll jetzt zugelassen werden

Laut Bild sollte eigentlich erst am Mittwoch über das Mittel beraten werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA habe die Beratungen über den Moderna-Impfstoff vorgezogen, heißt es aber nun.

In den vergangenen Tagen hatte es teils scharfe Kritik an den Planungen und der Organisation der Covid-19*-Impfungen in der EU und insbesondere in Deutschland gegeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)* verteidigte sich mit dem Hinweis, dass aktuell noch zu wenig Impfstoff produziert und damit nicht ausreichend geliefert werden könne. Von besagtem Moderna-Impfstoff hat Deutschland laut Ärzteblatt vorerst 50,5 Millionen Impf-Dosen zur Eindämmung der heimtückischen Lungenkrankheit bestellt.

Coronavirus-Impfungen in Deutschland: Markus Söder fordert mehr Impfstoff für Lockdown-Ende

Am Vorabend hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)* bei Bild live erklärt, dass es den langen harten Corona-Lockdown nur gebe, „weil zu wenig Impfstoff da ist“.

Söder hatte ferner erzählt, dass zum Beispiel in Bayern die Hälfte des aktuell vorhandenen Impfstoffes zurückgehalten werden müssen, um bereits Geimpften die zweite Dosis zeitgerecht verabreichen zu können.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Corona-Impf-Start verläuft sehr zäh

Politiker, Mediziner, Wirtschaftsvertreter - viele Experten und Beobachter hatten zuletzt die Produktion und Beschaffung von mehr Coronavirus*-Impfstoff gefordert, um Druck von der Organisation der Impfungen zu nehmen. Zu Beginn des Covid-19-Impf-Starts in Deutschland hatte es reihenweise Pannen gegeben. (pm) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © imago images / Sven Simon

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