Hogesa-Demo untersagt

Demo linker und kurdischer Gruppen in Köln

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Foto: Linke Gruppen demonstrierten am Samstag mit kurdischen Gruppen unter anderem gegen die deutsche Flüchtlingspolitik.

Köln - Nach Auseinandersetzungen mit der Polizei sind in Köln drei Teilnehmer einer Demonstration linker und kurdischer Gruppen festgenommen worden. Drei Demonstranten und ein Beamter wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Eine gleichzeitige, spontane Versammlung einiger Dutzend Anhänger der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) wurde nicht genehmigt. Sieben der Hooligans wurden in Gewahrsam genommen. Insgesamt nahm die Polizei elf Strafanzeigen gegen Mitglieder beider Versammlungen auf.

Rund 2000 Mitglieder kurdischer und linker Gruppen hatten am Samstagnachmittag in der Kölner Innenstadt an der Demonstration aus Anlass der Innenministerkonferenz (IMK) teilgenommen, die in der kommenden Woche in Köln stattfinden soll. Sie protestierten gegen das Verbot der in der EU als Terrororganisation eingestuften kurdischen Arbeiterpartei PKK sowie gegen die deutsche Flüchtlingspolitik.

Auf Transparenten hieß es unter anderem „Bleiberecht für Alle“ sowie „Freiheit für Palästina und Kurdistan“. Die Polizei hatte zunächst nur eine Kundgebung an einem Ort gestattet. Doch das Verwaltungsgericht in Köln erlaubte am Freitag im Eilverfahren einen Demonstrationszug durch die Innenstadt.

Der Protestzug blieb nach Polizeiangaben zunächst friedlich. Von einem Parkhausdach seien allerdings kurz vor der Abschlusskundgebung pyrotechnische Gegenstände auf die Demonstranten sowie auf Polizisten geworfen worden. Als die Beamten zwei Verdächtige kontrollierten, wurden sie laut Polizei von rund 30 Demonstranten angegriffen. Die Polizisten setzten Schlagstöcke ein.

Nachdem die Versammlung der Hogesa-Anhänger am Hauptbahnhof von der Polizei untersagt worden war, wurden ihre Personalien aufgenommen und sie erhielten Platzverweise. Zudem wurden bei ihnen Messer, Quarzhandschuhe, Pfefferspray und Pyrotechnik sichergestellt.

dpa

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