Thomas de Maizière im Krisengebiet

„Der größte Fluteinsatz, den die Bundeswehr je hatte“

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Foto: Am Donnerstagvormittag stattete Verteidigungsminister de Maizière den Hilfskräften in Lüchow-Dannenberg einen Besuch ab.

Dannenberg - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat heute das Hochwassergebiet an der Elbe in Niedersachsen besucht und sich bei den Soldaten für ihren Einsatz bedankt. Der Minister war am Vormittag mit dem Hubschrauber auf einem Feld bei Penkefitz eingetroffen.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat am Donnerstag das Hochwassergebiet an der Elbe in Niedersachsen besucht und sich bei den Soldaten für ihren Einsatz bedankt. Der Minister war am Vormittag mit dem Hubschrauber auf einem Feld bei Penkefitz im Kreis Lüchow-Dannenberg eingetroffen, wo Bundeswehr und Freiwillige Feuerwehr seit Tagen gegen die Elbefluten kämpfen. Bei sinkenden Pegeln waren die Einheiten damit beschäftigt, die Deiche mit Sandsäcken auf der Rückseite zu verstärken.„Das ist der größte Flut- und Katastropheneinsatz, den die Bundeswehr je hatte“, erklärte de Maizière vor jungen Soldaten. Die Kosten würden den betroffenen Kommunen nicht in Rechnung gestellt, habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch beschlossen. Dabei gehe es je nach Dauer um rund 50 Millionen Euro. „Wenn es darauf ankommt, hält dieses Land zusammen“, sagte de Maizière. Er lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den zivilen Stellen. Trotz Auslandseinsätzen und Reformen bleibe der Heimat- und Katastrophenschutz eine wichtige Aufgabe.

„Natürlich ist es toll zu sehen, wie die Soldaten hier arbeiten“, antwortete de Maizière ausweichend auf die mit Blick auf die Drohnen-Affäre gestellte Frage, ob der Termin am Deich eine wohltuende Abwechslung nach dem Stress der vergangenen Woche sei. Am Mittag flog er weiter nach Faßberg (Kreis Celle) zu einem Hubschrauber-Regiment.In Penkefitz halfen Soldaten des Logistikbataillons 141 aus Neustadt am Rübenberge. Derzeit sind allein in Niedersachsen rund 2000 Soldaten im Hochwassereinsatz, etwa 3300 stehen als Reserve bereit.

dpa

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