Brand auf Autofähre

Deutsche stirbt bei Fährunglück an der Adria

+
Foto: Die Autofähre Norman Atlantic hat heute den Hafen von Brindisi erreicht.

Rom - Bei dem Fährunglück in der Adria am vergangenen Sonntag ist auch eine Deutsche ums Leben gekommen. Das bestätigte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Fünf Tage nach dem Fährunglück in der Adria ist das Wrack der „Norman Atlantic“ in den Hafen von Brindisi geschleppt worden. Die Ermittler wollen unter anderem die Blackbox suchen, um Aufschluss über die Unglücksursache zu bekommen. In dem ausgebrannten Schiff könnten zudem noch weitere Opfer gefunden werden. Auf der Fähre war am Sonntag ein Feuer ausgebrochen, mindestens 13 Menschen starben, darunter zwei Einsatzkräfte. An Bord waren blinde Passagiere, und die Passagierlisten stimmten nicht mit den tatsächlichen Fahrgästen überein. Deshalb ist unklar, wie viele Menschen noch vermisst werden.

Unter den Vermissten sind auch zwei Deutsche – es handelt sich offenbar um eine Mutter und ihre Tochter aus Peine. Die beiden gehören zu einer libanesischen Familie, die in Peine wohnt. Angehörige hatten die Frauen bei der Peiner Polizei als vermisst gemeldet. Nachforschungen ergaben dann, dass der Vater und eine weitere Tochter offenbar gerettet werden konnten und sich derzeit in Italien aufhalten. Insgesamt waren 19 Deutsche an Bord der Fähre, 17 wurden in Sicherheit gebracht.

Die Staatsanwaltschaft im süditalienischen Bari ermittelt jetzt nicht mehr nur gegen den Kapitän und den Besitzer der italienischen Reederei Visemar, die das Schiff an die griechische Anek Lines verchartert hatte. Auch vier Besatzungsmitglieder sowie Verantwortliche der Schifffahrtsgesellschaft stehen jetzt unter dem Verdacht fahrlässiger Tötung und mehrfacher Körperverletzung.

r./dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare