Fregatte „Schleswig-Holstein“

Deutsche unterstützen Anti-Giftgas-Einsatz

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Zwei Frauen verabschieden die Fregatte „Schleswig-Holstein“ im Marinestützpunkt von Wilhelmshaven.

Wilhelmshaven - Abschied in Wilhelmshaven: Dort ist am Sonntag die Bundeswehr-Fregatte „Schleswig-Holstein“ in Richtung Mittelmeer ausgelaufen. Das Schiff unterstützt die Vernichtung von Chemiewaffen aus Syrien.

Zu einem Spezialeinsatz ist die Fregatte „Schleswig-Holstein“ am Sonntag vom Heimatstützpunkt Wilhelmshaven ins Mittelmeer ausgelaufen. Das Schiff schließt sich einem Verband zum Schutz des US-amerikanischen Spezialschiffes „Cape Ray“ an. Dort werden an Bord Chemiewaffen aus Syrien zerstört, berichtete die Marine.

Hintergrund war der verheerende Giftgasangriff bei Damaskus im August 2013, bei dem Hunderte Menschen getötet worden waren. Nach internationalem Druck stimmte Syrien später der Vernichtung seiner Chemiewaffen zu. Die Reststoffe sollen in verschiedenen Anlagen entsorgt werden, darunter auch im niedersächsischen Munster.

Die Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) hatte am Montag in Den Haag mitgeteilt, die letzten chemischen Kampfstoffe seien inzwischen außer Landes gebracht worden. Es gibt allerdings Zweifel, ob Syrien alle Bestände offengelegt hat.

Die „Schleswig-Holstein“ löst die Fregatte „Augsburg“ ab. Diese hatte sich bereits im Mai an der gemeinsamen Mission der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen beteiligt.

Die „Cape Ray“ hat nach früheren Angaben 560 Tonnen Giftgas aus Syrien an Bord. Es soll in speziellen Anlagen durch Hydrolyse vernichtet werden. Dabei werden die Stoffe durch Zugabe von Wasser und anderen Substanzen so zersetzt, dass sie ihre Eigenschaft als chemiewaffenfähiges Material verlieren.

dpa

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