Studie

Deutschlands Scheidungshochburg liegt in Emden

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Emden - In Deutschlands Norden ziehen Paare einer Studie zufolge besonders häufig einen Schlussstrich unter ihre Ehe. In Emden wurden nach diesen Berechnungen bezogen auf die Einwohnerzahl 2014 die meisten Scheidungen beantragt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln berichtete.

Das Institut habe dabei die Bevölkerungszahl in den Kreisen und kreisfreien Städten Ende 2013 in ein Verhältnis zu den dort amtlich registrierten Scheidungen im Jahr 2014 gesetzt, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Im ostfriesischen Emden gab es nach dieser Berechnung 33,7 Scheidungen je 10.000 Einwohner. "Wir sind von der Information hier völlig überrascht worden", sagte Stadtsprecher Dieter Mansholt am Donnerstag. Hinter dem niedersächsischen Emden folgen in der Statistik Leverkusen (33,5), Neumünster in Schleswig-Holstein (31,8) und der Landkreis Kaiserslautern (30,8). Ganz anders sah es danach in Kempten im Allgäu aus. In der Stadt wurden laut dem Institut nur acht Scheidungen bezogen auf 10000 Einwohner beantragt. Die Stadt selbst erklärte allerdings, sie könne diese geringe Zahl nicht bestätigen.

Die Zahl der Scheidungen in den Kreisen und kreisfreien Städten wird nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden von den Familiengerichten in den Regionen übermittelt. Deren Einzugsbereich ist nicht zwangsläufig identisch mit der Fläche der Kreise oder kreisfreien Städte. Über mögliche Auswirkungen auf die ermittelten Zahlen konnten verschiedene Experten zunächst nichts sagen.

dpa

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