Zehn Streifenwagen beteiligt

Diebe fliehen ohne Reifen vor der Polizei

Oldenburg - Zwei junge Männer haben sich in der Nacht zum Samstag eine fast zweieinhalbstündige Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert – trotz platter Autoreifen. Erst unter Beteiligung von mehr als zehn Streifenwagen gelang es am frühen Samstagmorgen, das Duo auf der Autobahn im Kreis Emsland zu fassen.

Mit zerstörten Reifen sind zwei junge Männer auf der Flucht vor der Polizei über die A31 im Nordwesten Niedersachsens gerast. "Sie fuhren ein gutes Stück auf der Felge und die Funken flogen", sagte ein Polizeisprecher.

In einer Baustelle in der Nähe des Emstunnels hatten die Beamten eine Art Nagelgurt angebracht, damit die Reifen des Autos der Ganoven Luft verlieren. Davon ließ sich das Duo jedoch nicht beeindrucken. Gummifetzen flogen durch die Luft, und schließlich waren gar keine Reifen mehr vorhanden. Erst rund 100 Kilometer südlich kam ihr Wagen zum Stehen.

Die mutmaßlichen Diebe waren den Beamten zunächst in Oldenburg in einem bei einem Einbruch gestohlenen Wagen aufgefallen. Als die Polizisten den Fahrer aufforderten anzuhalten, drückte er aufs Gas und raste zunächst durch die Innenstadt und dann auf die Autobahn. Dort drohten die Männer damit, einen Unfall zu verursachen, sollten sich die Beamten nicht zurückziehen. Zudem warfen sie Dinge aus dem Auto auf die Verfolger.

Mehr als zehn Streifenwagen waren bei der Verfolgungsjagd im Einsatz, die knapp nach zweieinhalb Stunden ohne Unfälle beendet wurde. Bei der Festnahme der Männer stellte sich heraus, dass einer der beiden Insassen per Haftbefehl gesucht wurde.

Gegen den 23-Jährigen und seinen 26 Jahre alten Begleiter wird jetzt wegen Straßenverkehrsgefährdung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Einbruchdiebstahl und Tankbetruges ermittelt.

dpa

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