Niedersachsen

Doch kein belastetes Fleisch aus Holland

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Hannover - Fehlanzeige: Am Freitag teilte das Landwirtschaftsministerium mit, dass mit Antibiotika-Rückständen belastetes Fleisch aus Holland nach Niedersachsen geliefert worden sei. Nun wurden Proben von dem Kalbfleisch genommen – sie weisen keine Antibiotika auf.

In Niedersachsen konnte kein mit verbotenen Antibiotika-Rückständen belastetes Fleisch aus den Niederlanden entdeckt werden. Das sei das Ergebnis der Nachforschungen in verschiedenen Landkreisen, teilte ein Sprecher des Landwirtschaftsministerium am Freitag in Hannover mit.

Knapp 100 Kilogramm Kalbfleisch war in die Kreise Göttingen, Harburg, Lüneburg und Stade geliefert worden. Die Veterinärämter waren angewiesen worden, möglicherweise noch vorhandenes Fleisch sicherzustellen. Warum eine derart geringe Fleischmenge importiert wurde, konnte das Ministerium nicht sagen.

Am vergangenen Wochenende war bekanntgeworden, dass ein niederländischer Hersteller nach Nordrhein-Westfalen und auch nach Niedersachsen Futtermittel geliefert haben soll, die mit dem in der EU seit 1995 verbotenen Antibiotikum Furazolidon verunreinigt gewesen sein sollen. Das aus den Niederlanden eingeführte Fleisch, auf dessen Spur die Behörden nun stießen, soll ebenfalls mit Furazolidon belastet sein.

Von der Einfuhr möglicherweise belasteter Futtermittel waren drei Milchviehbetriebe im Westen Niedersachsens betroffen. Die Ergebnisse der Futtermitteluntersuchung dort werden in der kommenden Woche erwartet. In der Milch waren bei Kontrollen keine Rückstände entdeckt worden, so dass die Betriebe inzwischen wieder an die Molkereien liefern können.

dpa/lni

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