Abenteuerlustiges Geschwistertrio

Drei kleine Schwarzfahrer auf großer Reise

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Warum die Geschwister unbedingt nach berlin wollten, verrieten sie nicht.

Bremen - Drei kleine Ausreißer haben Polizei und Zugbegleiter auf Trab gehalten. Die Geschwister aus Bremen im Alter von fünf bis neun Jahren wollten unbedingt nach Berlin und stiegen kurzerhand in einen Zug – ohne Fahrkarte. Erst in Lüneburg endete die Reise der kleinen Schwarzfahrer.

Drei abenteuerlustige Geschwister aus Bremen hat die Bundespolizei am Donnerstagabend auf dem Bahnhof in Lüneburg in Empfang genommen. Eine Zugbegleiterin war auf die kleinen Schwarzfahrer im Alter von fünf, sieben und neun Jahren aufmerksam geworden. Die beiden Mädchen und ihr Bruder wollten nach eigenen Angaben nach Berlin, wie ein Sprecher der Bremer Bundespolizei am Freitag mitteilte. Ohne Wissen der Eltern waren sie am frühen Nachmittag zum Bremer Hauptbahnhof gelaufen und in einen Zug nach Hannover gestiegen. Als Reiseproviant diente ein Burger, den sie von einem unterwegs gefundenen Euro gekauft und geteilt hatten.

Erst im Zug von Hannover nach Lüneburg fielen die beiden Mädchen und der Junge auf. Die Zugbegleiterin wurde stutzig, als die angeblich mitreisenden Großeltern nicht auffindbar waren. Auch die Altersangaben der Kinder stellten sich später als geflunkert heraus - die Fünfjährige hatte zum Beispiel behauptet, sie sei zehn. Ihre Namen und ihren Wohnort verrieten die fröhlichen Geschwister erst bei Getränken und Keksen auf der Wache in Lüneburg. Dort wurden sie am späten Abend von ihrem erleichterten Vater abgeholt. Die Eltern hatten ihre Sprösslinge stundenlang gesucht und bereits die Polizei informiert. Was die drei Kinder in Berlin wollten, haben sie nach Angaben der Beamten selbst ihren Eltern nicht verraten.

frs/dpa

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