In Mailand

Drei Tote nach Schießerei in Gericht

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Mailand - Bei einem Insolvenzprozess an einem Gericht in Mailand hat am Donnerstag der Angeklagte eine Waffe gezogen und das Feuer eröffnet. Zwei Menschen starben an Schussverletzungen, ein weiterer erlitt einen tödlichen Herzinfarkt. Der Täter konnte später nach einer Fahnung festgenommen werden.

Bei einer Schießerei in einem Mailänder Gericht sind ersten Erkenntnissen zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. Zwei Menschen seien durch Schüsse ums Leben gekommen, und noch ein weiteres Opfer sei tot in dem Gerichtsgebäude gefunden worden, teilten die Rettungskräfte am Donnerstag mit.

Der mutmaßliche Täter, Angeklagter in einem Insolvenzprozess, wurde von der Polizei festgenommen, wie Innenminister Angelino Alfano via Twitter mitteilte.

Mindestens zwei Menschen seien schwer verletzt worden, mehrere weitere leicht, teilten die Behörden mit. Laut Nachrichtenagentur Ansa erlag einer der beiden Schwerverletzten wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Eineoffizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. Laut Ansa sind unter den Toten ein Richter und einAnwalt.

Bei dem Täter soll es sich um einen 57 Jahre alten Mann handeln, der der Ansa zufolge in einem Insolvenzverfahren wegen betrügerischen Bankrotts angeklagt war. Er soll in den vergangenen Monaten erhebliche finanzielle Probleme gehabt haben. Über sein Motiv wurde zunächst nichts bekannt. Auch die Frage, wie der Mann an die Waffe kam, war zunächst offen. Der Mann versteckte sich nach den Schüssen in dem Gerichtsgebäude und flüchtete dann auf einem Motorroller, bis die Polizei ihn stoppen und festnehmen konnte.

Das Gerichtsgebäude wurde evakuiert, Hunderte Menschen strömten in Panik auf die Straße. Mehrere Zeugen berichteten von vier bis fünf Schüssen in einemGerichtssaal.EinAnwalt sagte der Ansa, er habe sich gemeinsam mit anderen Menschen in einem Gerichtssaal eingeschlossen, nachdem sie die Schüsse gehört hätten. Andere Zeugen berichteten, sie hätten sich unter ihrenSchreibtischen versteckt.

dpa

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