Auslieferung von „El Chapo“

Drogenboss soll zunächst in Mexiko bleiben

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Der mexikanische Drogenboss bei seiner Verhaftung. „El Chapo“ heißt auf deutsch „Der Kleine“, da Loera eine kleine Körpergröße hat.

Mexiko-Stadt - Wie bereits am Samstag berichtetet, ist der mexikanische Drogenboss „El Chapo“ den Ermittlern ins Netz gegangen. Nach diesem Fang soll der Mann, der für Tausende Tote verantwortlich ist, erstmal nicht ausgeliefert werden.

Die mexikanischen Behörden wollen den mächtigen Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán Loera zunächst nicht ausliefern. „Jetzt bleibt er erstmal in unserem Land“, sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am späten Montagabend im Interview mit dem Fernsehsender Canal Once. „Wir brauchen ihn hier, um dafür zu sorgen, dass sich das Kartell nicht neu organisiert.“

Eine mögliche Auslieferung des Chefs des Sinaloa-Kartells an die USAkomme erst infrage, wenn die Behörden alle nötigen Informationen von ihm erhalten haben. Die Anwälte Guzmáns beantragten allerdings bereits eine einstweilige Verfügung, um eine Überstellung von „El Chapo“ ins Ausland zu verhindern. In den USA sind mehrere Verfahren gegen ihn anhängig.dpa

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