Die besten Tiergeschichten 2014

Drogenskunk auf Verbrecherjagd

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Foto: Drogenfahnder „Mo“ entspannt sich nach einem erfolgreichen Einsatz in einer Tasse.

Hannover - Gangsterjäger, Ausreißer, Mitarbeiter für die Industrie: Schleichend, krabbelnd, jagend oder schnüffelnd hat auch 2014 allerhand Tiere Menschen in Norddeutschland in Staunen versetzt. Stinktiere standen ebenso im Rampenlicht wie Eisbären, Eichhörnchen oder Schlangen. Eine Zusammenfassung.

Unerschrocken und todesmutig stellte sich im November eine Hauskatze einem Gauner in den Weg. Nachdem der unbekannte Einbrecher in Hildesheim in der Nacht eine Wohnungstür aufgehebelt hatte, fand er seinen Meister in dem Vierbeiner. Die Katze fauchte laut und derart bedrohlich, dass der Ganove die Beine in die Hand nahm und ohne Beute das Weite suchte. Die aggressive Verteidigungsstrategie des Tiers weckte dann gleich auch noch das 25-jährige Frauchen.

Drogenskunk „Mo“ überführte im Juli fast einen Rauschgiftdealer. Das schwarz-weiße Stinktier ohne „Duftdrüsen“ zeigte ein feines Näschen und erschnüffelte bei einem Spaziergang in Osnabrück in einem Abluftrohr ein Paket mit Marihuana. Die 26 Jahre alte Besitzerin legte das Rauschgift zunächst allerdings zurück und alarmierte erst später die Polizei. Die Fahnder liefen dann aber ins Leere. Das Marihuana war bereits abgeholt worden.

Der malende Esel „Levina“ soll auf einem Selbstversorger-Hof bei Lüneburg die Kassen klingeln lassen. Die Eselin fertigt ihre Kunstwerke mit dem Maul. Die Bilder aus dem „Atelier“ im Stall will die Besitzerin versteigern. Bis Ende Oktober fertigte „Levina“ nach Auskunft ihrer Besitzerin schon mehr als 20 Kunstwerke.

„William“ und „Kate“ verdingen sich im Otter-Zentrum Hankensbüttel als Tester für die Autoindustrie. Die beiden Steinmarder knabbern fleißig an Leitungen und Kabeln, um Schwachstellen beim Autobau bloß zu legen.

Ein flinkes Eichhörnchen löste im März in Bad Pyrmont einen Polizeieinsatz aus. Der schnelle Vierbeiner brach in einen Supermarkt ein, übersah das Sicherheitssystem und löste Alarm aus. Polizisten entdeckten den Einbrecher im Lagerraum.

Weniger Glück hatte ein Hausschwein bei Stadtallendorf im Januar. Um dem Schlachter zu entgehen, entschloss sich das ausgewachsene Tier zur Flucht. Unüberlegt war jedoch der Fluchtweg. In einem Graben direkt neben einer Straße stolzierend, machte ein Autofahrer Meldung von dem Ausreißer. Der Besitzer bemächtigte sich des Schweins und brachte es zum Ursprungsziel: Dem Schlachthof.

Frühstücken auf dem Balkon ist etwas herrliches, es kommt aber auf die Gäste an. Ein 40-Jähriger in Bremen dürfte zumindest einen gehörigen Schrecken bekommen haben, als sich im Juli ein etwa 1,5 Meter langer Königspython auf ihn zubewegte. Der Mann rettete sich in die Wohnung und alarmierte die Polizei. Ein Artgenosse des Reptils verdingte sich in Bremen gleich als Einbrecher und schlüpfte im August durch ein gekipptes Fenster. Am nächsten Morgen lag es um einen Blumentopf gerollt auf der Fensterbank.

Ein kleiner Star war auch in diesem Jahr das Eisbärmädchen aus Bremerhaven. Ende 2013 geboren, machte der Nachwuchs seit dem Frühjahr erste Erkundungsversuche im Außengehege und bekam einen Namen: „Lale“, nach der aus Bremerhaven stammenden Sängerin Lale Andersen. Der Sprössling trieb die Besucherzahlen des Zoos am Meer in die Höhe. Voraussichtlich im kommenden Jahr muss „Lale“ aber umziehen - in den niederländischen Zoo Emmen.

lni

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