Start der Mähsaison

Drohnen sollen Rehkitze retten

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Das Wildretter-Forschungsprojekt arbeitet seit 2008 an Lösungen, um die Tiere vor dem sogenannten Mähtod zu retten.

Hannover - Im Gras von der Mutter abgelegte Rehkitze fühlen sich dort sicher. Doch mit der Setzzeit beginnt auch die Mähsaison. Werden die Kitze nicht rechtzeitig entdeckt, so bedeutet das heranrollende Mähwerk einen grausamen Tod. Drohnen sollen künftig Landwirten und Jägern das mühselige Absuchen der Grünflächen erleichtern.

Statt zu fliehen, bleiben die Jungtiere im vermeintlich schützenden Gras regungslos liegen. „Im vergangenen Jahr haben Jägerschaften in einigen Kreisen Niedersachsens bereits Drohnen bei der Kitzrettung eingesetzt“, sagte Florian Rölfing, Sprecher der Landesverbands in Hannover. „Im Emsland hat die Landesjägerschaft ein entsprechendes Projekt auf Versuchsflächen durchgeführt.“ Vor allem bei niedrigen Temperaturen in den Morgenstunden hätten die eingesetzten Wärmesensoren Kitze bereits gut erkennen können.

Das Wildretter-Forschungsprojekt arbeitet seit 2008 an Lösungen, um die Tiere vor dem sogenannten Mähtod zu retten. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Derzeit wird ein Verfahren entwickelt, bei dem ein sogenannter Multikopter zum Einsatz kommt. „Das Besondere am Projekt ist die spezielle Such-Sensorik und die Möglichkeit, die Kitze zu markieren“, teilte Sprecher Rolf Stockum mit. Bis dahin setzen viele Landwirte und Jäger weiter auf das klassische Abgehen der Wiesen vor dem Mähen.

dpa

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